In Schwyz erlebt die Fernwärme einen Boom

Ölpreis, Natur- und Atomkatastrophen verleihen alternativen Energien Auftrieb. In Schwyz müssen Fernwärme-Neukunden deswegen warten.

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Baptist Reichmuth, Geschäftsführer der Agro Energie Schwyz für Biogas und Holzschnitzel Fernwäme in Seewen. (Bild: Remo Naegeli / Neue LZ)

Baptist Reichmuth, Geschäftsführer der Agro Energie Schwyz für Biogas und Holzschnitzel Fernwäme in Seewen. (Bild: Remo Naegeli / Neue LZ)

Baptist Reichmuth, Verwaltungsratspräsident der Agro Energie Schwyz AG, hat alle Hände voll zu tun. Das Biogas- und Holzschnitzelheizwerk auf seinem Land zwischen Schwyz und Brunnen versorgt erst seit zwei Winter mit einem Fernwärmenetz den Talkessel Schwyz mit Warmwasser. Aber bereits ist die Anlage voll ausgelastet – und muss nun massiv erweitert werden.

«Die Nachfrage ist sehr gross. Momentan können wir nicht mal alle Neukunden ans Fernwärmenetz anschliessen», erklärt Reichmuth. «Zurzeit läuft deshalb die Projektierung für den Ausbau des Heizwerkes von heute 12 auf künftig 36 Megawatt Leistung.»

Das Heizwerk ist nicht die einzige Baustelle. Gleich an mehreren Orten im Talkessel Schwyz werden momentan Leitungen verlegt. Bis im nächsten Jahr soll die Groberschliessung von Schwyz und Brunnen beendet sein und jene von Seewen und Rickenbach angegangen werden.

Nicht nur im Kantonshauptort ist die Nachfrage nach Fernwärme gross. Die Unterallmeindkorporation (UAK) betreibt in Arth seit 2005 einen Fernwärmeverbund. Zurzeit laufen dort Verhandlungen für Grundstückkäufe, um die heute 700 Kilowatt starke Heizanlage auszubauen. Auch für das kleinere Fernwämenetz der UAK in Goldau wird ein Ausbau in Betracht gezogen.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.

Andreas Oppliger