INDUSTRIE: Pfäffikon verliert 41 Stellen

Der Luftbefeuchter-Hersteller Condair baut in Pfäffikon SZ 41 Stellen ab. Das Unternehmen verlegt während den nächsten sieben Monaten das Montagewerk vom Zürichsee nach Deutschland.

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Sitz der Condair in Pfäffikon (Bild: Condair.com)

Sitz der Condair in Pfäffikon (Bild: Condair.com)

Der Hersteller von Luftbefeuchtern und Verdunstungskühlern Condair wird im laufenden Jahr alle vier bestehenden europäischen Montagewerke in einem neuen Gebäude in Norderstedt unweit von Hamburg zusammenführen, wie Condair in einer Mitteilung schreibt. Dazu zählt auch das Werk in Pfäffikon, wie das Onlineportal «20 Minuten» am Mittwoch berichtete.

Am Condair-Standort in Pfäffikon sind von der geplanten Konzentration 41 Mitarbeiter betroffen, wobei 30 Kündigungen ausgesprochen werden. Sieben Mitarbeiter würden vorzeitig pensioniert, alle betroffenen Auszubildenden seien bereits in anderen Firmen untergebracht worden, teilte Strategie- und Marketing-Chef Werner Adler auf Anfrage mit.

Konsolidierung zeichnete sich ab

Eine Konsolidierung gewisser Funktionen habe sich abgezeichnet. Gewisse nationale Tendenzen und politische Entscheidungen wie die Masseneinwanderungsinitiative hätten die Attraktivität der Schweiz geschwächt, schreibt Adler. Schliesslich hätten die Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Nationalbank und die von der SECO auf Anfang 2016 verkündete Zeiterfassungspflicht den bereits vor über einem Jahr gefällten Entscheid bestärkt.

Die erste interne Mitteilung diesbezüglich sei bereits im November 2014 vor versammelter Belegschaft gemacht worden. Laut Adler besteht "ein grosszügiger Sozialplan" und die lokalen Behörden seien über das Unterfangen informiert worden.

Condair beschäftigt in Pfäffikon derzeit 131 Mitarbeiter. Weltweit arbeiten rund 600 Personen für die Firma. Condair will nach der Umstrukturierung alle globalen Innovationsaufgaben sowie die Produktentwicklung für Europa an einem neuen Standort in unmittelbarer Nähe des heutigen Sitzes in Pfäffikon konzentrieren. "Engineered in Switzerland, Made in Germany", lautet dabei das Motto. (sda)