INGENBOHL-BRUNNEN: Bald gibts eine neue Tagesstätte – für Senioren

Es gibt viele Menschen, die trotz gesundheitlicher und altersbedingter Einschränkungen zu Hause leben. Für sie wird eine Tagesstätte eröffnet.

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Vreni Conrad Immoos (links) und Gitty Will freuen sich auf die ersten Gäste. (Bild Daniela Bellandi/Neue SZ)

Vreni Conrad Immoos (links) und Gitty Will freuen sich auf die ersten Gäste. (Bild Daniela Bellandi/Neue SZ)

Bereits stehen Blumen auf den Tischen im Esszimmer, der Treppenlift ist montiert und die meisten Möbel platziert. Dem 9 1/2-Zimmer-Kräuterhaus Rophaien an der alten Kantonsstrasse 12 in Brunnen wird neues Leben eingehaucht.

Die beiden diplomierten Krankenschwestern, die in Rickenbach wohnende Deutsche Gitty Will (47) und Vreni Conrad Immoos (59) aus Morschach, sind momentan an den letzten Vorbereitungsarbeiten, denn am 1. Juli wollen sie im Tageswohnheim «Tagsüber wohnen begegnen betreuen» die ersten Pensionäre und Kranken begrüssen.

Spiele, Gymnastik und Diskussionen
Das Angebot richtet sich an pflegebedürftige Senioren, Chronischkranke oder Menschen mit einer Behinderung, die zu Hause leben und von Angehörigen oder Bekannten betreut werden. «Für eine solche Tagesstätte besteht ein grosses Bedürfnis», sagt Josef Steiner, Geschäftsführer der Pro Senectute Kanton Schwyz. «In Sachen Übergangspflege und Entlastung von Pflegenden besteht eine grosse Lücke.»

Zusammen mit dem Schwyzer Arzt Markus Riek haben die beiden Frauen ein umfassendes Konzept erarbeitet. Die Betagten und Kranken sollen ihre Tagesstruktur im «tagsüber» aktiv mitgestalten. Mit Spielen, Musik, Gymnastik, TV, Handwerk, Diskussionen und Hausarbeiten können sich die Wohnheimbewohner sinnvoll beschäftigen. «Es geht auch um neue Begegnungen und dass die Menschen spüren, dass sie mit ihrem Schicksal nicht alleine dastehen», sagt Gitty Will.

Die Nacht im eigenen Bett zu Hause
Im Altersheim haben die beiden Frauen erfahren, dass viele Leute lieber dort wohnen würden, wenn sie wenigstens die Nacht in ihrem eigenen Bett zu Hause verbringen könnten. Genau das wollen sie den älteren, aber auch jüngeren Pflegebedürftigen bieten. Interessierte können sich ab sofort anmelden, auch für einen Schnuppernachmittag.

Daniela Bellandi

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.