INGENBOHL-BRUNNEN: Verjüngungskur für einen alten Wald

Der Kastanienrain-Wald in Brunnen erfuhr eine Verjüngungskur. Dies dient dem Schutz von Mensch und Siedlung.

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Damit kein Haus Schaden nahm, musste ein Helikopter das Holz abtransportieren. (Bild Stephanie Zemp/Neue SZ)

Damit kein Haus Schaden nahm, musste ein Helikopter das Holz abtransportieren. (Bild Stephanie Zemp/Neue SZ)

Der Wald im Kastanienrain schützt vor Lawinen, Steinschlägen und Erdrutschen. Weil er diesen Anforderungen nicht mehr genügte, war der Holzschlag nötig.

Insgesamt wurden nun 335 Kubikmeter Holz herausgenommen. Dies entspricht 350 Bäumen, wie das Amt für Wald und Naturgefahren in einem Schreiben informierte. Damit will der Forstdienst erreichen, dass jüngere Bäume nachwachsen und für die erforderliche Stabilität sorgen.

«Durch die Abholzung kommt es zu einer vorübergehenden Destabilisierung des Waldes», erörterte Franz Bachmann, der zuständige Forstunternehmer. Auf lange Sicht gesehen sorge diese Massnahme jedoch für mehr Stabilität und verbessere somit auch die Sicherheit vor Naturgefahren.

Die Förster verzichten auf das aktive Aufforsten von Jungbäumen. Dies würden die übrig gebliebenen Bäume auf natürliche Weise übernehmen, so Gabriel. Einige Stämme werden absichtlich auf dem Boden liegen gelassen. Sie dienen dem Schutz vor Steinschlägen.

Das geschlagene Holz wird verkauft. Der Erlös davon deckt die Kosten jedoch nicht. Das entstehende finanzielle Defizit übernimmt die öffentliche Hand.

Stephanie Zemp

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Schwyzer Zeitung.