INGENBOHL-BRUNNEN: Viele bekamen ihr Fett weg

Zum zehnten Mal gaben in Ingenbohl-Brunnen böse Zungen den Ton an. Alles was Rang und Namen hat, wurde am traditionellen Bänkliabig in Brunnen durchgenommen.

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Das Central-Bänkli ist seit Beginn des Bänkliabigs dabei. (Bild Gabi Latz/Neue SZ)

Das Central-Bänkli ist seit Beginn des Bänkliabigs dabei. (Bild Gabi Latz/Neue SZ)

Mit viel Schadenfreude, aber gutem Gewissen brachten zehn Gruppen die Gäste in zehn verschiedenen Lokalitäten in Brunnen zum Lachen. Gefragtes Sujet war natürlich die Finanz- und Wirtschaftskrise. Die UBS mit Marcel Ospel und andern «Gangstern», Gaddafi, der den Ölhahn zudreht, und die Auswirkungen der Personenfreizügigkeit. Einen Rumänen kennt man, einen Bulgaren auch, doch wer hat schon mal einen Bilateralen gesehen? Bei «oh bring back my ?Boni? to me, to me», stimmten alle ein und unterstützten die «Sumpfchifler» (Männerchor Brunnen) im Refrain. Ebenfalls wusste man über Bundesrat Couchepins ständige Versprecher und Bundesrätin Calmi-Reys Mut zum Kopftuch zu erzählen.

«Rössli», «Rütli», «Tübli»...
In einem bunten und abwechslungsreichen Mix, nahm man nicht nur die ausländische Prominenz aufs Korn. Beliebtester lokaler Prügelknabe war Paul Reichmuth. Ob es um das Angebot ging, den Dorfplatz, nebst den bereits erworbenen Immobilien, zu kaufen, oder seine Absicht, Barak Obama nach Brunnen zu holen, er wurde nicht verschont. Brunnen und Umgebung lieferten genügend Stoff für gute Reime. Höhepunkt des Abends dann der Jubiläumsakt der für Stimme und Illustrationen bekannten «Centralbänkler». Wunderkerzen und Schnäpse wurden den Gästen zur Feier des Jubiläums verteilt. Um zehn vor zehn wurde in allen zehn Bänkli-Gaststätten das 10-Jahr-Jubiläum des Bänkliabigs gefeiert.

Gabi Latz