INGENBOHL: Der Weg zum Glück

Am Donnerstag gab das Theresianum Einblick in das neue Schulfach Glück. Statt mit dem Hirn lernten die Schülerinnen mit dem Herzen.

Sandro Portmann
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Das neue Unterrichtsfach scheint Spass zu machen – und dass soll es auch: Denn im Theresianum wird neu Glück gelehrt. (Bild Sandro Portmann)

Das neue Unterrichtsfach scheint Spass zu machen – und dass soll es auch: Denn im Theresianum wird neu Glück gelehrt. (Bild Sandro Portmann)

Eine kleine Plüschgiraffe mit einem überdimensionalen Herzen steht im Schulzimmer. Um sie herum hetzen mehrere Journalisten mit Fernsehkameras und Fotoapparaten. Ihr Interesse gilt jedoch weniger dem Stofftier, als dem, was im Schulzimmer gelehrt wird. Seit ein paar Tagen wird nämlich im Theresianum Ingenbohl an insgesamt elf Kurstagen Glück gelehrt. «Es hat nichts mit Esoterik zu tun, das ist mir ganz wichtig», betont Rektor Clemens Gehrig. Worum es konkret geht, erklärt Kursleiterin Marina Berini: «Damit gemeint ist seelisches Wohlbefinden.» Aufgabe des Fachs sei Lebenskompetenz, Lebensfreude und Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. Dazu liess sie sich beim Ernst-Fritz-Schubert-Institut zertifizieren. Ein Jahr dauert das Pilotprojekt im Theresianum nun. Und Berini gibt gleich einen Einblick, wie eine solche Unterrichtsstunde in der Praxis aussieht.

Lösungsorientiert denken

«Die Giraffe heisst Melmen und ist unserer Maskottchen», wird den Anwesenden durch eine Schülerin erklärt. Dann werden die 17 Mädchen in drei Gruppen aufgeteilt. Um herauszufinden, wer mit wem in einer Gruppe ist, müssen sie erst einen Klüngel Schnur entwirren. So entstehen zwei Sechser- und eine Fünfergruppe.