Ingenbohler Schwestern ziehen Konsequenzen

Die Ingenbohler Schwestern wollen Missbrauchsfälle wie im Kinderheim Rathausen in Zukunft verhindern. Dazu überarbeiten sie ihre Richtlinien.

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«Wir sind daran, unsere Richtlinien zu überarbeiten»: Provinzoberin Marie-Marthe Schönenberger am Montag im Kloster Ingenbohl. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

«Wir sind daran, unsere Richtlinien zu überarbeiten»: Provinzoberin Marie-Marthe Schönenberger am Montag im Kloster Ingenbohl. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Es ist ein trauriges Kapitel in der Geschichte der Ingenbohler Schwestern: Sie sind mitverantwortlich, dass in Luzerner Kinderheimen – etwa in Rathausen – zwischen den 1920er- und den 1970er-Jahren Kinder massiv misshandelt worden sind. Dies steht im Bericht «Ingenbohler Schwestern in Kinderheimen», der am 23. Januar der Öffentlichkeit präsentiert worden ist.

Aus den Vorfällen der Vergangenheit wollen die Ingenbohler Schwestern nun ihre Lehren ziehen. «Wir sind daran, unsere Richtlinien zu überarbeiten», erklärt die Provinzoberin Marie-Marthe Schönenberger im Interview mit unserer Zeitung. «Es ist es nötig, die Kompetenzen und Verantwortlichkeiten der einzelnen Schwestern und Mitarbeitenden besser zu definieren. Da wir nicht nur ein herkömmlicher Betrieb, sondern auch eine Lebensgemeinschaft sind, ist das eine schwere Aufgabe.» Schwester Marie-Marthe Schönenberger stellt auch in Aussicht, in der Schwesterngemeinschaft bessere Kontrollstellen zu schaffen und regelmässige Überprüfungen durchzuführen.

Christian Hodel

Das ausführliche Interview lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung oder als AbonnentIn kostenlos im E-Paper.