INNERTHAL: Schon vor vielen Jahren waren hier Flüchtlinge

Die Regierung muss beim Projekt einer neuen Asylunterkunft nochmals über die Bücher. Wie sich nun herausstellte, wohnten bereits vor 14 Jahren in der Jugendherberger Innerthal Flüchtlinge.

Bert Schnüriger
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Der Ausschnitt aus der Neuen SZ vom 6. August 1999. (Bild Neue SZ)

Der Ausschnitt aus der Neuen SZ vom 6. August 1999. (Bild Neue SZ)

Ein Rückweisungsantrag hatte letzte Woche im Schwyzer Kantonsrat Erfolg: Der Kauf der Jugendherberge Innerthal wurde mit 63 zu 20 Stimmen an den Regierungsrat zurückgewiesen, «damit noch offene Fragen um dieses Projekt geklärt werden können», wie im Rat erklärt wurde. Die regierungsrätliche Botschaft sei noch zu ergänzen. Man wisse dazu noch zu wenig. Die Rede war auch von Ängsten der Bevölkerung vor dem neuen Projekt. «Es lohnt sich, dies nochmals genauer anzuschauen», sagt die Schwyzer Kantonsrätin Marianne Betschart.

1999: Notdurchgangsheim

Das Projekt noch einmal genauer angeschaut hat sich inzwischen auch die Redaktion der Neuen Schwyzer Zeitung. Sie zog ihr Archiv zu Rate und stiess auf Erstaunliches: In der Jugendherberge Innerthal wohnten schon vor 14 Jahren Flüchtlinge. Der Kanton hatte sich dort vorübergehend eingemietet, um ein Notdurchgangsheim für Flüchtlinge aus dem Kosovo zu betreiben.