INNOVATION: Zentralschweiz will zum Innovationspark gehören

Die Zentralschweiz soll ein Standort des geplanten Nationalen Innovationsparks sein. Die Zentralschweizer Volkswirtschaftsdirektorenkonferenz hat entschieden, ein entsprechendes Bewerbungsdossier einzureichen.

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Die «Aviatik» ist in der Zentralschweiz mit zahlreichen Firmen, wie auch den Pilatus Flugzeugwerken in Stans, entlang der Wertschöpfungskette eine Nische. (Bild: Archiv Neue NZ)

Die «Aviatik» ist in der Zentralschweiz mit zahlreichen Firmen, wie auch den Pilatus Flugzeugwerken in Stans, entlang der Wertschöpfungskette eine Nische. (Bild: Archiv Neue NZ)

Im Dezember 2012 hat das eidgenössische Parlament mit dem neuen Forschungs- und Innovationsförderungsgesetz die Grundlagen für die Schaffung eines Nationalen Innovationspark (NIP) gelegt. Es sollen laut einer Mitteilung der Zentralschweizer Volkswirtschaftsdirektorenkonferenz (ZVDK), nebst den beiden Hubstandorten im Umfeld der ETH Zürich und der EPF Lausanne, mehrere regionale Netzwerkstandorte entstehen.

In der nationalen Trägerschaft der Innovationsparks Schweiz sind Hub- und Netzwerkstandorte gleich vertreten. Unter der Führung der Volkswirtschaftsdirektorenkonferenz läuft bis Ende März 2014 ein Ausschreibungsverfahren, bei dem sich die Kantonsregierungen um einen Netzwerkstandort bewerben können. Für die Bewerbung ist die Zustimmung aller Zentralschweizer Regierung erforderlich, wie die ZVDK weiter schreibt.

Ausarbeitung einer gemeinsamen Bewerbung

In einem ersten Schritt hat die ZVDK die grundsätzliche Machbarkeit eines Netzwerkstandortes in der Region klären lassen. Dabei zeigt sich, dass die Zentralschweiz über das erforderliche Potenzial verfügt. Bis Ende März wird nun, gestützt auf diese Erkenntnisse, durch eine eingesetzte Projektleitung eine gemeinsame Bewerbung ausgearbeitet. Erste Abklärungen mit Wissenschaft und Wirtschaft sind positiv. So ist beispielsweise Anton Lauber, Präsident des Fachhochschulrates Hochschule Luzern und ehemaliger CEO der Schurter AG, der Meinung, dass «die Mitwirkung der Zentralschweiz als Netzwerkstandort im Nationalen Innovationspark Schweiz strategisch sehr wichtig ist, um international als innovativer Standort auch in Zukunft wahrgenommen zu werden».

Die bisherigen Abklärungen haben die Projektleitung bewogen, die Bewerbung auf die beiden Themenbereiche mit den Arbeitstiteln «Gebäudetechnik» und «Aviatik» zu konzentrieren. Für diesen Entscheid waren Kriterien, wie Firmenstruktur in der Zentralschweiz, die Forschungskompetenz, das wirtschaftliche und wissenschaftliche Entwicklungspotenzial sowie Alleinstellungsmerkmale innerhalb der Schweiz ausschlaggebend.

«Aviatik»: Eine Nische in der Zentralschweiz

Der Bereich «Gebäudetechnik» ist gemäss ZVDK in der Zentralschweiz weit entwickelt. Die Fachhochschule Luzern sowie das MCCS in Alpnach verfügen über einen international anerkannten Leistungsausweis und mehrere Zentralschweizer Firmen sind führende Lösungsanbieter. Eine Nische in der Zentralschweiz hingegen ist die «Aviatik» mit zahlreichen Firmen entlang der ganzen Wertschöpfungskette – von der Zulieferung und Herstellung bis hin zu Service und Dienstleistungen. Dieser Bereich ist gleichzeitig sowohl wirtschaftlich als auch wissenschaftlich ein sehr innovativer Bereich mit einer starken ETH und viel Zukunftspotenzial.

In der nun entstehenden Phase wird die Projektleitung zusammen mit Writschaft und Wissenschaft ein Bewerbungsdossier zusammenstellen. Dieses ist von allen Zentralschweizer Regierungen zu verabschieden.

pd/chg