INNOVATIONSPARK SCHWEIZ: Zentralschweiz sieht sich weiter im Rennen

Die Zentralschweizer Volkswirtschaftsdirektoren sehen ihre Bewerbung für einen Nebenstandort des Nationalen Innovationsparks auf Kurs. Ihr Dossier ist eines von sechs Bewerbungen, die näher geprüft werden sollen. Aargau und Nordwestschweiz gelten bereits als gesetzt.

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Die «Aviatik» ist in der Zentralschweiz mit zahlreichen Firmen, wie auch den Pilatus Flugzeugwerken in Stans, entlang der Wertschöpfungskette eine Nische. (Bild: Archiv Neue NZ)

Die «Aviatik» ist in der Zentralschweiz mit zahlreichen Firmen, wie auch den Pilatus Flugzeugwerken in Stans, entlang der Wertschöpfungskette eine Nische. (Bild: Archiv Neue NZ)

Der Vorstand der Schweizer Volkswirtschaftsdirektorenkonferenz (VDK) empfiehlt, das Aargauer und das Nordwestschweizer Projekt als Standorte schon ab der geplanten Inbetriebnahme des Nationalen Innovationsparks Anfang 2016. Bei den anderen sechs Projekten haben die Verantwortlichen bis spätestens Anfang 2016 Zeit, sich als Nebenstandort zu qualifizieren.

Die Zentralschweizer Volkswirtschaftsdirektoren reagierten am Freitag zufrieden auf die Anträge des VDK-Vorstands. Man würde diese im Grundsatz unterstützen, teilte die Zentralschweizer Volkswirtschaftsdirektorenkonferenz (ZVDK) mit.

Die Zentralschweiz bleibe damit im Verfahren zur Aufnahme als Nebenstandort in den geplanten Schweizer Innovationspark. Die ZVDK werde in den nächsten Wochen das weitere Vorgehen mit beteiligten Unternehmen und wissenschaftlichen Partnern besprechen.

Die ZVDK sei überzeugt, dass die Zentralschweiz als Netzwerkstandort im Bereich «Intelligente Gebäude im System» einen interessanten und wertvollen Beitrag an den Nationalen Innovationspark leisten könne. Die Beurteilung durch die Experten habe gezeigt, dass die Zentralschweiz über wissenschaftliche Exzellenz und die industrielle Basis im Bereich «Smart Buildings» verfüge.

Die Zentralschweizer Kantone bewerben sich für einen von einer noch unbestimmten Anzahl Nebenstandorten des geplanten Nationalen Innovationsparks an der ETH in Zürich und Lausanne. Die Bewerbung der Zentralschweiz konzentriert sich auf die Fachbereiche Gebäudetechnik und Aviatik.

Das Dossier beinhaltet nicht einen einzigen Standort. Im Fokus stehen sechs Areale in Horw, Emmen, Zug, Küssnacht, Brunnen und Altdorf, wo teilweise bereits heute Firmen und Forschungsstätten in diesen Bereichen ansässigen sind.

Im Gegensatz zum Bereich «Intelligente Gebäude im System» wurde der Bereich «Aviatikindustrie» beim VDK-Auswahlverfahren nicht beurteilt. Die ZVDK werde später prüfen, ob und in welcher Form die Aviatikindustrie in den Nationalen Innovationspark integriert werden könne, heisst es in der Mitteilung.

(sda)