IV: 44% der Rentenanträge wurden abgelehnt

Im ersten Halbjahr 2008 hat die IV-Stelle Schwyz über 44 Prozent der Rentengesuche abgelehnt. Das erste Halbjahr zeige, dass die Umsetzung der 5. IV-Revision im Grundsatz erfolgreich sei, teilte die IV-Stelle am Montag mit.

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44 Prozent der Rentananträge im Kanton Schwyz wurden abgelehnt. (Archivbild Keystone)

44 Prozent der Rentananträge im Kanton Schwyz wurden abgelehnt. (Archivbild Keystone)

Weiter zeige sich, dass die neuen gesetzlichen Instrumente Wirkung zeigten, dass eine verbesserte Eingliederung möglich und dass eine Verschärfung bei der Rentenzusprache rechtlich durchsetzbar sei.

Viele Gerichtsurteile
Die Nachfrage nach IV-Renten im Kanton Schwyz hat aber nicht nachgelassen. Insgesamt wurden bis Ende Juni 2008 369 Rentenentscheide gefällt. In 164 Fällen - das sind über 44 Prozent - musste das Begehren aber abgelehnt werden. Da ein solcher Entscheid für die betroffenen Menschen von grosser Tragweite ist, haben viele Versicherte eine Überprüfung durch das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz verlangt. 88 Urteile zu IV- Fragen fällte das Gericht im ersten Halbjahr 2008.
In 13 Fällen wurden die Beschwerden der Versicherten gutgeheissen und in 5 Fällen kam es zu einer teilweisen Gutheissung. Das Bundesgericht fällte in der ersten Hälfte 2008 14 Urteile, bei denen die IV-Stelle Schwyz Partei war. Das oberste Gericht hiess aber keine Beschwerde gut und erkannte nur eine auf teilweise Gutheissung.

Wiedereingliederung als Ziel

Gegen 1000 Personen wurden von der IV-Stelle Schwyz an Veranstaltungen anfang Jahr über die 5. IV-Revision informiert. Im ersten Halbjahr sind 107 Meldungen und 287 eigentliche IV- Anmeldungen eingegangen. Insgesamt waren dann in 188 Fällen Frühinterventionsmassnahmen angezeigt. Die IV-Stelle leitete 63 Berufsberatungen ein, konnte 34 erstmalige berufliche Ausbildungen aufgleisen, finanzierte 56 Umschulungen, und in 103 Fällen half die hausinterne behindertenspezifische Arbeitsvermittlung.

sda