JAGD: Schwyzer Jäger schiessen weniger Gämsen

Schwyzer Jägerinnen und Jäger haben in diesem Jahr 70 Gämsen weniger erlegt als im Vorjahr. Dieser Rückgang sei problematisch, da die Sozialstruktur in der Population gefährdet werde, teilte das Schwyzer Umweltdepartement am Montag mit.

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Im Kanton schwyz wurden dieses Jahr weniger Gämsen geschossen als noch 2013. (Symbolbild Neue LZ)

Im Kanton schwyz wurden dieses Jahr weniger Gämsen geschossen als noch 2013. (Symbolbild Neue LZ)

Und zwar, weil das Geschlechterverhältnis bei einem Männchen zu 0,66 Weibchen liege. Vor einem Jahr noch lag das Verhältnis bei einem Männchen zu 0,86 Weibchen.

Nicht ganz so stark rückläufig war im Kanton Schwyz die Niederwildjagd auf Rehe. Insgesamt wurden 732 (Vorjahr: 740) Rehe erlegt, wovon 259 (259) Rehböcke, 103 (120) Rehgeissen und 370 (361) Rehkitze waren.

Der Bestand sowie die Abschüsse des Rehwilds nehmen seit mehreren Jahren ab. Ein Grund für diese Abnahme dürfte laut Umweltdepartement das starke Aufkommen des Rotwilds sein, das eine starke Konkurrenz für die Rehe darstelle. Das gleiche Phänomen sei auch für die Gams bekannt, welche durch das Rotwild verdrängt werden könne.

Da der Rotwildbestand seit einigen Jahren im Kanton Schwyz zunimmt, wurde das kantonale Abschussziel neu auf 260 (240) Tiere erhöht. Insgesamt kamen in diesem Jahr 266 Stück Rotwild (234) zur Strecke.

Mit 132 (121) männlichen und 134 (113) weiblichen Tieren ist in der Gesamtstrecke ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis von einem Männchen zu einem Weibchen (1:0,9) erreicht worden. (sda)