JAHRESBILANZ: 2009 war ein Rekordjahr für Firmenpleiten

Firmenkonkurse allenthalben – das Jahr 2009 war kein gutes Jahr. Und im Dezember kam es noch schlimmer. Vor allem Uri traf es im Vergleich zum Vorjahr ziemlich hart.

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In Sachen Firmenkonkurse ging das Jahr 2009 mit einem Paukenschlag zu Ende: 558 Firmenpleiten registrierte die Wirtschaftsauskunftei Dun & Bradstreet (D&B) im Dezember 2009 – laut Mitteilung der höchste Monatswert an Konkursen im vergangenen Jahrzehnt.

Uri hat es hart getroffen
Schweizweit gingen 2009 5105 Firmen pleite, das sind rund 27 Prozent mehr als im Vorjahr. In der Zentralschweiz hat es besonders den Kanton Uri hart getroffen, er verzeichnet 125 Prozent mehr Konkurse als noch im letzten Jahr, gefolgt vom Kanton Zug mit rund 76 Prozent mehr Firmenpleiten.

Zahl der Firmenpleiten in der Zentralschweiz im Vorjahresvergleich. (Quelle D&B)

Dafür hat D&B laut Mitteilung zwei Erklärungsansätze: Mit Zug und Nidwalden (+74 Prozent) hat es Kantone getroffen, deren Wirtschaft stark von der Export- und Finanzindustrie geprägt sind. Andererseits ist Uri ein sehr kleiner Kanton, der auch von kleineren Schwankungen stark getroffen werden kann.

Am anderen Ende der Skala liegt der Kanton Luzern, der rund 13 Prozent weniger Konkurse verzeichnen konnte als im letzten Jahr. Luzern ist damit schweizweit an der Spitze. Als Grund für das Ergebnis führt D&B die grosse Bedeutung des Tourismus für Luzern auf sowie die vielen KMU-Betriebe im Kanton Luzern, die sich in Nischen etablieren konnten.

Firmenneugründungen: Rückgang in Nidwalden
Die Situation bei den Firmen-Neugründungen präsentiert sich laut D&B positiver. Schweizweit befinde sich die Zahl der Neugründungen auf einem hohen Niveau. Allerdings gibt es auch dort Unterschiede zwischen den Kantonen.

Zahl der Firmenneugründungen in der Zentralschweiz im Vorjahresvergleich. (Quelle D&B)

Während der Kanton Nidwalden einen Rückgang der Neugründungen um 17,5 Prozent verzeichnete, verbucht der Kanton Uri seinerseits eine Zunahme der Neugründungen um 1 Prozent.

ana