JET-SKI: Keine Wassertöffs auf Schwyzer Seen

Der Schwyzer Regierungsrat will keine Seeflächen für Wassermotorräder zur Verfügung stellen. Damit schliesst er sich der Meinung der anderen Zentralschweizer Kantone an.

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Ein Jet-Skifahrer in Aktion - in Bali. (Bild Keystone)

Ein Jet-Skifahrer in Aktion - in Bali. (Bild Keystone)

In der Revision der Binnenschiff­fahrtverordnung ist vorgesehen, das Schweizer Recht an die EG-Sportbootrichtlinien anzugleichen. Die so genannten Wassertöffs würden dann, in Anwendung des «Cassis-de-Dijon-Prinzips», als Sportboote klassiert. Dadurch würden alle Anstrengungen in Sachen Sicherheit und Umweltschutz im «nautischen Bereich zunichte gemacht», schreibt der Regierungsrat. «Einen derartigen Paradigmenwechsel können wir nicht nachvollziehen», heisst es weiter. Wie der Regierungsrat in seiner Anhörungsantwort an das Bundesamt für Verkehr schreibt, sei die Revision der Binnenschifffahrtverordnung in diesem Punkt «entschieden abzulehnen». Und: «Sollte der Bundesrat trotzdem Wassermotorräder zulassen, beabsichtigen wir, keine Wasserflächen im Kanton für das Befahren mit Wassermotorrädern freizugeben.»

Hohes Gefährdungspotenzial
Der Regierungsrat macht in seiner Antwort ein hohes Gefährdungspotenzial durch Wassermotorräder aus. Nicht nur für Badende sondern auch für Flora und Fauna in Uferzonen und im Flachwasser. Durch die leichte Bauart bestünde die Möglichkeit, diese Wassertöffs fast überall ein- und auszuwassern. Damit würde der Druck auf die Umwelt massiv zunehmen. «Der Regierungsrat wird deshalb keine Seeflächen für Wassermotorräder zur Verfügung stellen», erklärte auch der Schwyzer Landammann Alois Christen am Dienstag gegenüber unserer Zeitung.

Harry Ziegler

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Schwyzer Zeitung.