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«Luzern diskutiert»: Bundesrat Johann Schneider-Ammann über sein Erfolgsrezept

In der Braui Hochdorf sprachen Wirtschaftsvertreter am Mittwochabend über das Erfolgsmodell Schweiz. Mit dabei: Der abtretende Bundesrat Johann Schneider-Ammann, der verriet, was er bis Ende Jahr noch erreichen will.
Urs-Ueli Schorno
Zwei FDP-Männer beim Einzug in die Talkrunde: Der Luzerner Ständerat Damian Müller (links) und Bundesrat Johann Schneider-Ammann. (Bild: Boris Bürgisser, Hochdorf 7. November 2018)

Zwei FDP-Männer beim Einzug in die Talkrunde: Der Luzerner Ständerat Damian Müller (links) und Bundesrat Johann Schneider-Ammann. (Bild: Boris Bürgisser, Hochdorf 7. November 2018)

«Direkt aus Bern» ist in diesem Fall Programm: Gleich nach einer Bundesratssitzung ist Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann (FDP) in den Helikopter gestiegen, um sich nach Emmen fliegen zu lassen. Der Grund: Sein Auftritt in der Talkrunde «Luzern diskutiert» im Kulturzentrum Braui in Hochdorf. Dort mit der Limousine angekommen, es ist 18.45 Uhr, bleibt ihm eine gute halbe Stunde, um sich mental auf seinen Auftritt vorzubereiten.

Das Thema: «Perspektiven durch Innovation, Arbeitsplätze und Bildung». Diese Rahmenbedingungen, so sind sich der Magistrat und auch die nachfolgenden Redner einig, sind zentral, sollen der produktive Arbeitsmarkt und der innovative Bildungsmarkt Trümpfe der Schweizerischen Wirtschaft bleiben.

Rund 500 Interessierte fanden am Mittwochabend in die Braui nach Hochdorf. (Bild: Boris Bürgisser, 7. November 2018)

Rund 500 Interessierte fanden am Mittwochabend in die Braui nach Hochdorf. (Bild: Boris Bürgisser, 7. November 2018)

Berufsbildung als Ticket zum freien Handel

Vor rund 500 Zuhörern schreitet Schneider-Ammann, der auf Ende Jahr hin sein Amt abgeben wird, vor das Mikrofon. Er liest auf sein Handy blickend eine Nachricht vor. Eine Gratulation zum guten Abschneiden an den Swiss Skills. «Wir sind in diesem Land deshalb gut unterwegs, weil wir vieles richtig machen», sagte er. «Die Kombination aus Bildung, Sozialpartnerschaft und Arbeitsmarktgesetz muss gepflegt sein», hielt er sein Erfolgsrezept fest.

Apropos Handy: Johann Schneider-Ammann erinnert sich an François Hollandes Staatsbesuch:

Der Bundesrat hingegen habe Donald Trump noch nicht gratuliert, sagt er mit Blick auf die Midterm-Wahlen in den USA. Dafür erntet er Applaus und Lacher. Es geht Schneider-Ammann aber um den Wert der Bildung: Auch die USA hätten starkes Interesse an der Berufsbildung der Schweiz. Dieses Wissen würden sie aber nicht umsonst kriegen: «Wenn wir unser Know-how weitergeben, dann möchte ich auch etwas, wovon wir profitieren können», betonte der Magistrat. Was er meint: Das ersehnte Freihandelsabkommen – welches zu den Zielen gehöre, denen er in seiner Amtszeit noch näher kommen wolle. «Ich möchte ein Papier nach Hause bringen, von dem ich sagen kann: Das ist eine Basis, auf der wir verhandeln können.» Und: «Ich will ein paar Jahre Vorsprung auf die EU herausholen.»

«Der Bundesrat hat Donald Trump noch nicht gratuliert.»

Johann Schneider-Ammann, Schweizer Wirtschaftsminister

Apropos EU: In seiner Amtszeit habe die Schweiz 13 Abkommen abgeschlossen – damit eben das Risiko einer Abhängigkeit von der EU gesenkt werden könne. Das sagte er auch mit Blick auf das Rahmenabkommen, das derzeit unter keinem allzu guten Stern stehe. «Wenn wir nicht vor Ende Jahr ein Rahmenabkommen finden, haben wir das Problem, dass wir nicht mehr in der Champions League der Forschungsprogramme teilnehmen können.»

Schneider-Ammann sagte schliesslich, er habe über acht Jahre folgende Ambition vertreten: «Wir kommen vollbeschäftigt daher, wir gehen durch Globalisierungs-Tsunamis, Digitalisierungs-Tsunamis und kommen vollbeschäftigt wieder heraus.» Entscheidend, um die Vollbeschäftigung auch weiter zu erhalten, sei gerade auch Mädchen und junge Frauen an technische Berufe heranzuführen. «Sonst schaffen wir das nicht.»

«Wollen die Einsteins von morgen»

Dieses Faden nahm auch Madeleine Stöckli, Noch-CEO der B. Braun Medical AG aus Sempach, auf. Sie habe sich auf die Fahne geschrieben, für ihr Unternehmen die «Einsteins von morgen» zu finden. Lidia Bolla, CEO der jungen Vermögensverwalterfirma «Vision&» aus Zug und Zürich, brachte den Zuhörern die Blockchain-Technologie ein Stück näher.

Für die aktuelle Ausgabe von «Luzern diskutiert» wurde das Konzept etwas überarbeitet: Statt als Podiumsdiskussion fanden die Gespräche mit jedem Gast einzeln und ausführlicher statt, geführt von SRF-Moderatorin Christine Maier.

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