Junioren-Fussball: Mehr Drohungen

Brutale Fouls auf den Fussballplätzen in der Zentralschweiz nehmen ab. Die verbale Gewalt nimmt jedoch zu.

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Alois Kessler, Präsident der Wettspielkommission beim Innerschweizer Fussballverband: «Wir stellen vermehrt verbale Angriffe gegenüber Spielern oder Schiedsrichtern fest.» (Bild: Eveline Beerkicher/Neue LZ)

Alois Kessler, Präsident der Wettspielkommission beim Innerschweizer Fussballverband: «Wir stellen vermehrt verbale Angriffe gegenüber Spielern oder Schiedsrichtern fest.» (Bild: Eveline Beerkicher/Neue LZ)

«Wir stellen vermehrt verbale Angriffe oder Drohungen gegenüber anderen Spielern oder Schiedsrichtern fest», sagt Alois Kessler, Präsident der Wettspielkommission beim Innerschweizer Fussballverband (IFV). Vorfälle wie jener in Buchrain, als kürzlich nach einem Testspiel der B-Junioren die Polizei nach Pöbeleien und Schiedsrichterattacken die Lage beruhigen musste, seien «schlicht nicht akzeptabel».

Den Grund für die verbalen Gewaltakte ortet Kessler in der Gesellschaft: «Wenn die Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft zunimmt, widerspiegelt sich das leider auch bei unserem Sport.» Die Hemmschwelle sei heute wesentlich tiefer als früher. Und: «Drohen gilt bei vielen als cool.»

Ein Integrationsproblem sieht Kessler in den Drohungen «nicht per se». Es gebe zwar Gruppen, die eine höhere Gewaltbereitschaft hätten und aus einem anderen Kulturkreis kämen. Kessler betont jedoch: «Wir Schweizer sind stark am Aufholen.»

red

Das komplette Interview mit Alois Kessler lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung oder als AbonnentIn kostenlos im E-Paper.