Justizstreit: Räber legt Mandat nieder

René Räber, ausserordentlicher Oberstaatsanwalt des Kantons Schwyz, legt sein Mandat nieder. Er war im Bericht von Dick Marty im Zusammenhang mit dem Schwyzer Justizstreit kritisiert worden. Sein Amt wird an Beat Schnell übertragen.

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Der Küssnachter Rechtsanwalt René Räber legt sein Mandat als ausserordentlicher Oberstaatsanwalt des Kantons Schwyz nieder. Räber war vor zwei Jahren im Zusammenhang mit dem Schwyzer Justizstreit mit diesem Mandat beauftragt worden. Er sollte untersuchen, wie es in den Fällen Lucie und Boi zu Indiskretionen und Amtsgeheimnisverletzungen gekommen war. In seinem Bericht zum Justizstreit hatte der Tessiner alt Ständerat Dick Marty sowohl die Ernennung Räbers als auch sein Vorgehen kritisiert.

In dieser Kritik sieht Räber jetzt auch die Gründe für seinen Rücktritt. Räber hatte zudem schon im vergangenen Februar erklärt, seine Tätigkeit als ausserordentlicher Staatsanwalt und die damit verbundene Öffentlichkeit schade seiner Anwaltskanzlei. Er sei «dabei, die Angelegenheit zu beenden ».

Beat Schnell übernimmt

Laut Mitteilung der Staatskanzlei Schwyz vom Montag, hat der Regierungsrat inzwischen das Gesuch um Mandatsniederlegung entgegengenommen. Für das noch nicht abgeschlossene Strafverfahren wegen Amtsgeheimnisverletzung hat der Regierungsrat das bereits bestehende Mandat für Beat Schnell als ausserordentlicher Oberstaatsanwalt erweitert. Er wird den Fall zusammen mit sieben anderen Strafverfahren, die im weiteren Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen in der Schwyzer Strafrechtspflege angehoben worden sind, untersuchen.

pd/s/bep