Kampf gegen Goldruten geht weiter

Das Kanton Schwyz sagt den Goldruten einmal mehr den Kampf an. Die Ausbreitung des «Eindringlings» wird besonders in den Naturschutzgebieten vorangetrieben. Aber auch Privatpersonen können einen Beitrag leisten.

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Goldruten verdrängen einheimische Pflanzen. (Bild: PD)

Goldruten verdrängen einheimische Pflanzen. (Bild: PD)

Die Goldrute ist eine Zierpflanze, welche aus Nordamerika in die Schweiz eingeführt wurden. Weil sie hier nicht heimisch ist, gibt es keinen Organismus, welcher sich von der Pflanze ernährt. Goldruten können sich deshalb sehr schnell verbreiten (invasiver Neophyt).

Entschädigung für Bauern

Das Amt für Natur, Jagd und Fischerei des Kantons Schwyz (ANJF) hat die Aufgabe, die verschiedenen Naturschutzgebiete im Kanton in seiner ursprünglichen Art zu erhalten. Deshalb ergreift es laut Mitteilung vom Donnerstag verschiedene Bekämpfungsmassnahmen gegen die Ausbreitung der invasiven, nicht heimischen Pflanzen.

Dazu werden mit einzelnen Bauern Verträge abgeschlossen. Die Bauern werden fürs frühzeitige Mähen stark befallener Flächen finanziell entschädigt. Weniger stark befallene Flächen werden gejätet. Dafür werden Einsätze mit Schülern und Zivildienstleistenden organisiert. Je früher Flächen mit Goldruten erkannt und die Goldruten dort gezielt bekämpft werden können, desto kostengünstiger ist der Einsatz.

Durch einheimische Pflanzen ersetzten

In den vergangenen Jahren seien bereits Erfolge erzielt worden. Solange aber an Strassenrändern, Bahngeleisen, öffentlichen Gewässern oder in privaten Gärten und Parks weiterhin Goldruten ungehindert wachsen oder gar aktiv gepflanzt werden – was gemäss Freisetzungsverordnung des Bundes verboten ist – werde die Goldrute wegen ihrer invasiven Vermehrung immer wieder neue und grosse Bestände bilden können. Wer in seinem Garten Goldruten vorfindet, soll diese deshalb vor dem Versamen entfernen und durch einheimische Arten ersetzen.

pd/bep

Hinweis:Entdecken Sie auf ihrem Spaziergang oder Arbeitsweg immer wieder Goldruten oder andere invasiven Organismen (Neophyten)? Melden Sie diese Bestände direkt online auf derInternetseite des Kantons
Schwyz
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