Kampf gegen ungebetene «Einwanderer»

Im Kanton Schwyz sollen Gemeinden die Verantwortung für die Bekämpfung und Entsorgung von invasiven gebietsfremden Tieren und Pflanzen übernehmen. Auch die damit verbundenen Kosten sollen von den Gemeinden getragen werden.

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Invasive Organismen - im Bild Kanadishe Goldruten - müssen mit grossem Aufwand bekämpft werden. (Bild: PD)

Invasive Organismen - im Bild Kanadishe Goldruten - müssen mit grossem Aufwand bekämpft werden. (Bild: PD)

Die Bekämpfungspflicht liegt bei den Gemeinden, weil diese «die örtliche Situation am besten kennen», teilte die Schwyzer Staatskanzlei am Donnerstag mit. Betroffene Grundeigentümer werden verpflichtet, das Vorkommen von invasiven Tieren und Pflanzen der Gemeinde zu melden. Dies geht aus der revidierten kantonalen Verordnung zum Bundesgesetz über den Umweltschutz hervor.

Mit diesen Vorgaben könne die notwendige Bekämpfung koordiniert, effizient, und schliesslich am kostengünstigsten erfolgen, heisst es in der Mitteilung weiter. Der Kanton koordiniert und überwacht die Bekämpfung und übernimmt die Information und Ausbildung der zuständigen Personen.

1,9 Millionen Franken pro Jahr

Im Kanton Schwyz liegt keine flächendeckende Bestandesaufnahme der invasiven Organismen vor. Aufgrund von Erhebungen in den Gemeinden Freienbach, Rothenthurm und Ingenbohl könnten jedoch Annahmen für den ganzen Kanton getroffen werden, heisst es.

So gehen Kostenschätzungen davon aus, dass für die Bekämpfung der invasiven Organismen während einer Phase von fünf Jahren rund 1,9 Millionen Franken pro Jahr anfallen. Danach würden die Kosten auf jährlich rund 350'000 Franken sinken.

Über die Teilrevision der Kantonalen Verordnung zum Bundesgesetz über den Umweltschutz wird der Kantonsrat an einer der nächsten Sitzungen befinden.

sda/zim