KANTON: Eigentor sorgt für Aufregung

Mit seinem hohen Rabatt bei der Dividendenbesteuerung macht der Kanton kein Geschäft. Diese Aussage kann inzwischen wissenschaftlich belegt werden.

Bert Schnüriger
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In Schwyz werden In den Steuererklärungen immer mehr Dividendeneinnahmen angegeben. (Symbolbild) (Bild: Keystone / Archiv)

In Schwyz werden In den Steuererklärungen immer mehr Dividendeneinnahmen angegeben. (Symbolbild) (Bild: Keystone / Archiv)

Der Kanton Schwyz hält hier einen Rekord: Er besteuert die Dividendeneinnahmen der Aktionäre nur zu 25 Prozent. Das Schwyzer Steuergesetz gewährt hier seit 2007 einen Rabatt von sehr hohen 75 Prozent. Was für Steuerzahler mit hohem Dividendeneinkommen sehr attraktiv ist. Seit der Einführung dieses hohen Rabatts wurden stetig mehr Dividendeneinkünfte versteuert. 2009 wurde hier mit 1,78 Milliarden Franken Dividendeneinkünften ein vorläufiger Höhepunkt erreicht. Wobei allerdings offen bleiben muss, ob es sich hier um echtes Wachstum dieser Einkommen handelt. Die Vermutung liegt nahe, dass da vermehrt Einkommen in Form von Dividenden statt in Form von Arbeitseinkommen versteuert wird.

Zwei Drittel im Bezirk Höfe

Rund zwei Drittel der privilegiert besteuerten Dividenden werden an Steuerpflichtige im Bezirk Höfe ausgerichtet. Also dorthin, wo die grossen Einkommen und Vermögen zu Hause sind. Diese Reichsten im Kanton sorgen mit ihrer Steuerkraft zwar einerseits für hohe Steuereinnahmen im Kanton. Anderseits hat ihre Steuerkraft auch zur Folge, dass der Kanton immer höhere Beiträge an den nationalen Finanzausgleich (NFA) zahlen muss.

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