Kanton Luzern
Höhere Lebenserwartung: Rückläufige Eintritte in Pflegeheime, aber längere Aufenthalte

Im Jahr 2020 nahmen die Anzahl Tage in einem Pflegeheim der Bewohnerinnen und Bewohner zu, obwohl deutlich weniger Eintritte verzeichnet wurden.

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2020 traten zwar weniger Menschen in Pflegeheime ein, jedoch erhöhte sich die Dauer des Aufenthalts. Im Bild das Pflegewohnheim Bärgmättli in Beromünster.

2020 traten zwar weniger Menschen in Pflegeheime ein, jedoch erhöhte sich die Dauer des Aufenthalts. Im Bild das Pflegewohnheim Bärgmättli in Beromünster.

Bild: Dominik Wunderli (Beromünster, 15. Oktober 2021)

Nachdem 2019 eine Zunahme der Heimeintritte um 8,3 Prozent gezählt wurde, betrug die Abnahme der Eintritte im Jahr 2020 9,6 Prozent. In Zahlen ausgedrückt handelte es sich 2020 nur noch um 3'368 Eintritte in Luzerner Pflegeheime, wie Lustat Statistik Luzern in einer Mitteilung schreibt. Eine Ursache der starken Abnehme könnte die Covid-19-Pandemie sein. Dabei endeten die Kurzzeitaufenthalte meist zuhause und Langzeitaufenthalte mit dem Lebensende, die im Schnitt zweieinhalb Jahre dauerten.

Wie es in der Mitteilung weiter heisst, wurden in den 68 Luzerner Pflegeheimen dennoch 38 Plätze mehr angeboten als 2019. Dabei lebten vor allem über 85-Jährige in den Heimen: diese machten 58,7 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner aus. Dementsprechend wurden auch die höchsten Pflegestufen (8-12) im Vergleich zu den letzten Jahren mit am meisten benötigt. (rad)

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