KANTON LUZERN: Impfaktion: Gesundheitspersonal hat Vorrang

Ab Mitte November werden voraussichtlich die ersten Mengen des Impfstoffes gegen den Schweinegrippe-Virus A(H1N1) an die Zentralschweiz ausgeliefert. Die Impfung wird gestaffelt durchgeführt.

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(Symbolbild Peter Appius/Neue LZ)

(Symbolbild Peter Appius/Neue LZ)

Der Bund hat für den Schutz der Bevölkerung gegen den pandemischen Grippevirus A(H1N1) – auch Schweinegrippe genannt – 13 Millionen Impfdosen bestellt, die noch produziert werden. Es wird erwartet, dass die ersten Mengen des Impfstoffs ab Mitte November auch in die Zentralschweiz geliefert werden können.

Der Luzerner Regierungsrat hat laut einer Mitteilung der Staatskanzlei festgelegt, dass die Impfung priorisiert durchgeführt wird. Auch der Kanton Zug will die freiwillige und kostenlose Impfung so durchführen, heisst es in einer Mitteilung der Zuger Gesundheitsdirektion.

Gesundheitspersonal und Risikogruppen
In erster Priorität soll das Gesundheitspersonal geimpft werden, das heisst: Angestellte von Spitälern, Arztpraxen, Alters- und Pflegeheimen und der Spitex. Das Personal von Kinderkrippen, die auch Säuglinge unter sechs Monaten betreuen, soll ebenfalls in erster Priorität geimpft werden.

Ebenfalls in diese Kategorie fallen Risikogruppen, bei denen ein schwerer Verlauf einer Grippeerkrankung erwartet werden muss. Dies sind in erster Linie schwangere Frauen, Kleinkinder von sechs Monaten bis fünf Jahren, Erwachsene und Kinder mit chronischen Herzkreislauf- und Lungenkrankheiten oder Diabetes und Personen mit Immunschwächen.

In zweiter Priorität sollen Familienangehörige von Risikopatienten geimpft werden. Und in einem dritten Schritt schliesslich sollen sich alle Personen impfen lassen können, die sich schützen wollen.

Impfen beim Arzt oder in Ambulatorien
Sowohl im Kanton Luzern als auch in Zug soll man sich in erster Linie in den Arztpraxen und Ambulatorien impfen lassen können. Die Spitäler werden ihr Personal selbst impfen.

Auf die Errichtung von Impfzentren wird laut Staatskanzlei Luzern im Kanton Luzern vorerst verzichtet. Es könnten im ganzen Kantonsgebiet 19 Impfzentren eingerichtet werden. Der Regierungsrat kann im Fall einer veränderten Situation ihre Errichtung anordnen.

Auch in Zug werden keine speziellen Impfzentren errichtet. Sollte es nötig sein, könnten sich jedoch Spitäler und Kliniken als Impfzentren deklarieren, heisst es in der Mitteilung der Gesundheitsdirektion Zug.

ana