Luzern
Luzerner Jurist reicht Strafanzeige gegen Massnahmenkritiker Nicolas Rimoldi ein

Der Jurist Loris Fabrizio Mainardi hält das Vorgehen der Luzerner Polizei bei den regelmässigen Coronademonstrationen für nicht nachvollziehbar und kritisiert deren Passivität. Deshalb hat er nun selbst Anzeige eingereicht.

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Die unbewilligte Coronademonstration mit 300 Teilnehmern vom Montag, 19. Juli, gab für Mainardi den Ausschlag, gegen Nicolas Rimoldi und gegen unbekannt Strafanzeige einzureichen. Obwohl die Polizei vorgängig vom Protestmarsch gewusst hatte, griff sie nicht ein. «Die mangelnde Polizei-Präsenz nagt an der Glaubwürdigkeit der Behörde. Vor allem wenn man bedenkt, dass es bereits in der Vergangenheit zu handfesten Auseinandersetzungen bei solchen Aufmärschen der ‹Mass-voll›-Anhänger gekommen ist», erklärt der Jurist gegenüber «Zentralplus».

Unter anderem beinhaltet die Strafanzeige die Unbewilligte Nutzung eines öffentlichen Raumes und ein Verkehrsstörungsdelikt. Denn wie im Video von «PilatusToday» ersichtlich ist, marschierten die Demonstranten teilweise auch auf der Strasse und blockierten dadurch den Stadtverkehr.

Coronademonstration vom 19. Juli 2021 in Luzern.

Video: PilatusToday

Seine Strafanzeige solle die Ermittlungen gegen die vermehrt auftretenden unbewilligten Demonstrationen beschleunigen, gab Mainardi gegenüber «Zentralplus» an. Jetzt sei es an den Behörden, zu ermitteln. (mha)