Asylwesen
Kanton Luzern bereitet weitere Zivilschutzanlagen für die Notunterbringung vor

Weil weiterhin viele geflüchtete Personen nach Luzern kommen, bereitet der Kanton weitere Zivilschutzanlagen in den Gemeinden Ruswil, Schenkon, Schötz und Willisau zur Unterbringung von Personen aus dem Asyl- und Flüchtlingsbereich vor.

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Der Zustrom von geflüchteten Personen sei nach wie vor hoch und die kantonalen Unterkünfte stark ausgelastet. Zudem seien die neuen – durch die Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen geschaffenen – Plätze jeweils schnell belegt. Dies schreibt die Staatskanzlei Luzern in einer Medienmitteilung. Hinzu komme, dass bis Ende März 2023 voraussichtlich rund 600 Plätze aus befristeten Zwischennutzungen wegfallen werden. Die aktuelle Lage erfordere deshalb die Bereitstellung weiterer Zivilschutzanlagen.

Die Zivilschutzanlagen in den Gemeinden Ruswil, Schenkon, Schötz und Willisau werden als Notunterkünfte vorbereitet und im Falle einer Belegung durch Mitarbeitende der Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen betrieben. Die dort untergebrachten Personen blieben nur für eine kurze Dauer dort, bis für sie eine nachhaltige Unterbringung gefunden werden würde.

Situation bleibt angespannt

Zum jetzigen Zeitpunkt befänden sich rund 6400 geflüchtete Personen in der Zuständigkeit des Kantons Luzern. Davon stammen gemäss Mitteilung 3800 Personen aus dem ordentlichen Asyl- und Flüchtlingsbereich, 2600 Personen verfügen über den Schutzstatus S. Weiter schreibt die Staatskanzlei, dass allein im November dem Kanton Luzern 265 Personen zugewiesen wurden. Im Dezember sind es gemäss Stand vom 13. Dezember bereits 107 Personen.

Eine Entspannung der Situation sei aktuell nicht zu erwarten. Kanton und Gemeinden würden weiterhin mit Hochdruck an der Schaffung neuer Unterbringungsmöglichkeiten arbeiten. So soll in den nächsten Tagen eine temporäre Unterkunft in Sempach für rund 60 Personen in Betrieb genommen. (sfr)