Escholzmatt-Marbach
Mario Henz ist neuer Präsident der Bildungskommission: «Ich möchte Ruhe ins Gremium reinbringen»

Nach Unstimmigkeiten in der Bildungskommission ist Präsident Armin Bieri (SVP) zurückgetreten. Nun ist Mario Henz in stiller Wahl zum Nachfolger gewählt worden. Es wartet viel Arbeit auf den Mitte-Politiker.

Niels Jost
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Neuer Biko-Präsident: Mario Henz.

Neuer Biko-Präsident: Mario Henz.

Bild: PD

Der neue Präsident der Bildungskommission (Biko) in Escholzmatt-Marbach heisst Mario Henz. Der 34-Jährige ist bereits seit 2019 Mitglied der Biko, unterrichtet an der Sekundarschule in Halse und präsidiert die Mitte-Ortspartei.

Henz folgt auf Armin Bieri von der SVP, der per Ende Juli zurückgetreten ist. Weil bis Montagmittag keine weiteren Wahlvorschläge bei der Gemeinde eingegangen sind, wurde Henz in stiller Wahl gewählt. Sein Sitz als Biko-Mitglied muss nun neu besetzt werden; Wahlvorschläge seien voraussichtlich bis am 12. September einzureichen, teilte die Gemeinde mit.

Neuer Präsident will bessere Zusammenarbeit

Mario Henz übernimmt das Biko-Präsidium in einer unruhigen Zeit. Sein Vorgänger sei zurückgetreten, weil er das fünfköpfige Gremium nicht auf einen «konsensbasierten» und «von gegenseitigem vertrauendem Weg» habe bringen können, teilte die Gemeinde damals mit. Zudem lehnte das Stimmvolk im Juni einen 19-Millionen-Kredit für den Neubau des Schul- und Gemeindehauses Pfarrmatte ab. Auch die geplante Aufhebung des Schulhauses im Ortsteil Wiggen gibt im Dorf zu reden.

Entsprechend viel Zeit habe er sich für seine Kandidatur gelassen, sagt Henz auf Anfrage. In mehreren Gesprächen habe er den Rückhalt von Lehrpersonen, der Schulleitung, des Gemeinderats, seiner und anderer Parteien gespürt, sodass er sich schliesslich zur Wahl stellte. Zu seiner Motivation sagt Henz: «Ich möchte Ruhe ins Gremium reinbringen.»

Da keine andere Kandidatur angekündigt worden sei, habe er zugesagt.

«Das Schlimmste für die Biko wäre gewesen, wenn sie in dieser schwierigen Zeit führungslos geblieben wäre. Das wäre auch gegen aussen ein schlechtes Zeichen gewesen.»

In der Biko gelte es nun, die Schulhausprojekte Pfarrmatte und Wiggen anzugehen. Und: «Ganz wichtig ist mir eine bessere Zusammenarbeit innerhalb der Biko wie auch gegenüber Gremien wie der Schulleitung.»