Hochwasser
Mehrere Erdrutsche in Vitznau – ein Damm soll zwei Bauernhöfe schützen

Aufgrund der grossen Regenmengen in den vergangenen Tagen geriet in Vitznau die Erde ins Rutschen. Mehrere Bauernhöfe mussten evakuiert werden. Auch in der restlichen Zentralschweiz hielten die Wassermassen die Einsatzkräfte auf Trab.

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So geht es in Vitznau nach dem Hangrutsch weiter.

Video: Tele 1

Infolge der in den letzten Tagen gefallenen Regenmengen kam es am Samstag in Vitznau zu mehreren Erdrutschen. Von einer grösseren Rutschung betroffen war insbesondere das Gebiet Hinterbergen/Gassrübi, wie die Gemeinde Vitznau auf ihrer Homepage mitteilt. Diverse Einsatzkräfte seien unter der Leitung der Feuerwehr der Seegemeinden im Einsatz gestanden.

Diese Drohnenaufnahme zeigt das Ausmass einer der Erdrutsche.

Diese Drohnenaufnahme zeigt das Ausmass einer der Erdrutsche.

Bild: Facebook/Stützpunktfeuerwehr Küssnacht

Gegenüber dem Online-Portal PilatusToday sagte der Vitznauer Gemeinderat Erich Waldis, dass die Gemeinde um 7 Uhr am Samstagmorgen durch Landwirte benachrichtigt wurde, dass im Gebiet Hinterbergen ein Erdrutsch im Gange sei. Die Einsatzkräfte trafen rund 150'000 Kubikmeter Erd- und Gesteinsmasse an. Im Verlauf des Tages folgten weitere Erdrutsche. Waldis schätzt, dass insgesamt rund 300'000 Kubikmeter Gesteinsmassen in Bewegung waren.

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Gemäss Information auf der Webseite der Gemeinde Vitznau sei das Rutschgebiet von Geologen begutachtet und beurteilt worden und werde weiterhin engmaschig überwacht. Bisher kam niemand zu Schaden, so PilatusToday. Für zwei von drei Landwirtschaftsbetriebe im Bereich der Erdrutsches bestehe aber weiterhin Gefahr. Die Anwohnenden seien am Samstagmorgen zum Verlassen des Gebietes aufgerufen worden. Nachdem zunächst einige Landwirte sich weiterhin vor Ort um die Tiere kümmern wollten, sei inzwischen für alle Betroffenen eine Lösung gefunden worden.

Insgesamt sind rund 300'000 Kubikmeter Gesteinsmassen in Bewegung.

Insgesamt sind rund 300'000 Kubikmeter Gesteinsmassen in Bewegung.

Bild: Facebook/Stützpunktfeuerwehr Küssnacht

Derzeit arbeiten die Einsatzkräfte an einem Schutzdamm aus dem Gesteinsmaterial, so Waldis gegenüber PilatusToday. Man habe sich entschieden, mit Baggern ins vom Erdrutsch betroffene Gebiet zu fahren, um die zwei gefährdeten Landwirtschaftsbetriebe zu schützen. Durch die Arbeiten wolle man versuchen, den Fluss des Rutsches in Bahnen zu leiten.

Zahlreiche Einsätze in der Zentralschweiz

Besonders am Freitag hatte es in der Zentralschweiz wie aus Kübeln gegossen. Die Meteo-Plattformen vermeldeten starke Niederschläge. Lokal seien innerhalb von zwei Tagen teilweise 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gefallen, schrieb MeteoNews Schweiz auf X (früher Twitter).

Im Kanton Zug erreichten die Einsatzleitzentrale 15 Meldungen von überfluteten Kellern, Waschküchen und Hauseingängen in den Gemeinden Baar, Steinhausen, Cham, Hünenberg und Unterägeri, wie die Zuger Polizei am Samstagmorgen mitteilte. Viel Wasser sammelte sich auch immer wieder auf der Autobahn A14 zwischen Baar und Zug, weshalb die Verkehrsteilnehmenden die Geschwindigkeit reduzieren mussten.

Ausserdem wurde die Velounterführung «im Rank» in der Stadt Zug geflutet und musste gesperrt werden. Die Feuerwehren der betroffenen Gemeinden standen von Freitagmorgen bis Samstagmorgen teilweise während einer längeren Zeit im Einsatz. Personen wurden keine verletzt.

In Pfäffikon ist die Bahnhofsunterführung unter Wasser.

Quelle: CH Media

In Pfäffikon im Kanton Schwyz wurde die Bahnhofsunterführung am Freitag überschwemmt. Es wurden Holzpaletten ausgelegt, um ein Durchkommen weiterhin sicherzustellen. (lga/js/zim/sig)

Hangrutsch in Littau.
34 Bilder
Am Montagmorgen wurde in Inwil die der Mettlenstrasse zwischenzeitlich gesperrt.
Die Reuss führt viel Wasser: Die alte Reussbrücke in Hünenberg wurde gesperrt.
Die Reuss ist bei Hünenberg über die Ufer getreten. Die Polizei appelliert an die Eigenverantwortung und bittet, sich nicht in das betroffene Gebiet zu begeben.
Ein Erdrusch verschüttete die Strasse über den Hirzel.
Der Erdrutsch versperrte die Strasse.
Veloweg kurz vor dem Reusszopf.
In Vitznau sind über 150'000 Kubikmeter Erde ins Rutschen geraten.
Der Hangrutsch in Vitznau bedroht auch Bauernhöfe.
Ein Murgang verschüttet teils die Blickensdorferstrasse in Baar.
Der Lauerzersee ist über die Ufer getreten, hier beim Strandbad Seewen.
Auch der Parkplatz ist überschwemmt.
Das Gelände des Campingplatzes in Seewen am Lauerzersee steht teils unter Wasser.
Wasser läuft auf die Strasse zwischen Gisikon und Inwil.
Der Regen führt zu überschwemmten Strassen in Inwil.
Wasser läuft über die Blickensdorferstrasse in Baar.
Fernsicht garantiert mit nassen Füssen.
Kleine Emme trifft auf Reuss.
Zufluss der braun verfärbten Lorze in den Zugersee.
Blick auf das Kloster Werthenstein und die Kleine Emme, die viel Wasser mit sich führt.
In Buchrain wurde ein Bienenhaus durch eine Schlammlawine umgerissen.
Kein Durchgang ohne nasse Füsse bei der Zuger Katastrophenbucht.
Überfluteter Durchgang am Zugerseeufer.
Hochwasser beim Bootshafen Zug.
Hoher Pegelstand bei der Lorze in Zug.
Hochwasser beim Nordpol in Luzern.
Die Reuss in Luzern.
Am Lauerzersee zeigte sich heute dieser, schon sehr bedrohliche, Wasserhochstand. Aufgenommen am Lauerzersee.
Wegen der intensiven Regenfälle führt die Kleine Emme Hochwasser.
Im Villete-Park Cham wird mit Schutzwällen gegen das Wasser vorgegangen.
Wegen der intensiven Regenfälle führt die Kleine Emme Hochwasser.
Im Kanton Zug wurde eine Velounterführung gesperrt.
Im Kanton Schwyz hat der Dauerregen Folgen: In Pfäffikon wurde die Bahnhofsunterführung überschwemmt.
Villette-Park, Cham: fast poetisch.

Hangrutsch in Littau.

Bild: Luzerner Polizei (3. 6. 2024)