Kanton Luzern
Karin Stadelmann verzichtet auf eine Kandidatur für den Regierungsrat – genauso wie Franziska Bitzi

Die Präsidentin der Mitte Stadt Luzern und Vizepräsidentin der Kantonalpartei hat sich gegen eine Kandidatur für den Regierungsrat entschieden. Auch die Luzerner Mitte-Stadträtin Franziska Bitzi verzichtet.

Dominik Weingartner
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Mitte-Politikerin Karin Stadelmann hat sich entschieden: Sie kandidiert im kommenden Frühling nicht für den Regierungsrat. Die 37-jährige Stadtluzernerin, die seit Herbst 2021 im Kantonsrat politisiert, galt als eine der Topfavoritinnen auf die Nachfolge des abtretenden Gesundheits- und Sozialdirektors Guido Graf.

Karin Stadelmann im Café Salü auf dem Helvetiaplatz in Luzern.

Karin Stadelmann im Café Salü auf dem Helvetiaplatz in Luzern.

Bild: Dominik Wunderli (9. September 2021)

In einer persönlichen Erklärung begründet Stadelmann ihren Verzicht. «Seit bekannt ist, dass eine Vakanz im Regierungsrat zu füllen sein wird, erhalte ich viele Nachrichten und Ermutigungen, für dieses wichtige Amt zu kandidieren.» In den letzten Wochen habe sie sorgsam abgewogen und mit ihrem engsten Umfeld gesprochen. «Ich bin zum Schluss gekommen, nicht für den Regierungsrat zu kandidieren.»

«Jüngere, urbane Frau in Bern wäre wünschenswert»

Stattdessen verfolgt Stadelmann andere Pläne: Sie will nächstes Jahr erneut für den Nationalrat kandidieren. Bereits 2019 ist sie angetreten und erzielte das siebtbeste Ergebnis im Kandidierendenfeld der damaligen CVP. Auf Anfrage spricht Karin Stadelmann von einem «grundlegenden Entscheid» für ihre politische Zukunft.

«Ich habe gemerkt, dass ich eine Legislativ-Politikerin bin. Meine Zukunft sehe ich in Bern.»

Aktuell stellt die Mitte mit Ida Glanzmann-Hunkeler, Leo Müller und Priska Wismer-Felder drei Mitglieder der neunköpfigen Luzerner Delegation im Nationalrat. «Wir sind sehr gut vertreten im Nationalrat», sagt Stadelmann. «Aber eine jüngere, urbane Frau in Bern wäre wünschenswert.»

Bitzi will Arbeit im Stadtrat fortsetzen

«Mit Stadelmanns Verzicht ist auch klar, dass die Mitte Stadt Luzern keine Kandidatur für die Nachfolge von Guido Graf ins Rennen schicken wird. Manuel Schmid, verantwortlich für das Ressort Personelles bei der Stadt-Mitte, sagt auf Anfrage: «Die Mitte Stadt Luzern wird niemanden für den Regierungsrat portieren.»»

Die Luzerner Stadträtin Franziska Bitzi Staub an der diesjährigen Bundesfeier auf dem Europaplatz in Luzern.

Die Luzerner Stadträtin Franziska Bitzi Staub an der diesjährigen Bundesfeier auf dem Europaplatz in Luzern.

Bild: Roger Grütter

Denn auch die Luzerner Stadträtin Franziska Bitzi hat sich gegen eine Kandidatur entschieden. Sie habe der Findungskommission ihre Entscheidung bereits Mitte August mitgeteilt, sagt sie auf Anfrage. Sie habe sich viele Gedanken gemacht. «Auch wenn ich überzeugt bin, dass ich das Anforderungsprofil erfülle und über ein breites Beziehungsnetz verfüge, so möchte ich momentan die Arbeit auf städtischer Ebene – mit den laufenden Projekten und einem wunderbaren Team - fortsetzen», so Bitzi.