Kanton Luzern
Wegen fehlender Ressourcen: Fünf Korporationen wollen öffentlich-rechtliche Genossenschaften werden

Mit dem neuen Korporationsgesetz können sich Korporationen in öffentlich-rechtliche Genossenschaften umwandeln lassen. Fünf Korporationen im Kanton Luzern haben ein entsprechendes Gesuch eingereicht.

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Die Korporation in Horw baut mit eigenen Holz zwei Wohnblocks.

Die Korporation in Horw baut mit eigenen Holz zwei Wohnblocks.

Bild: Luzerner Zeitung

Korporationen, die den Anforderungen an eine Gemeinde kaum oder nicht mehr gewachsen sind, können sich mit dem neuen Korporationsgesetz und mit Genehmigung des Kantonsrates in eine öffentlich-rechtliche Genossenschaft umwandeln zu lassen. Das wollen nun mehrere Korporationen tun, wie die Staatskanzlei Luzern in einer Mitteilung schreibt: Die Korporationen Geuensee, Greppen, Grossdietwil, Niederschongau und Retschwil haben jeweils ein entsprechendes Gesuch eingereicht.

Der Grund für die Umwandlungen: In ihrer aktuellen Organisationsform verfügen die erwähnten Korporationen weder über die finanziellen noch über die personellen Ressourcen, um die Anforderungen an eine Gemeinde – insbesondere im Bereich der Rechnungsführung – zu erfüllen, so die Staatskanzlei. Die Korporationen würden nur wenig Gewinn erwirtschaften, die Anwendung des harmonisierten Rechnungslegungsmodells verursache zusätzliche Kosten und gemessen an den meist wenigen Buchungen einen unverhältnismässigen Aufwand. Zudem hätten die Korporationen teilweise Schwierigkeiten, die gesetzlich vorgeschriebenen Behörden einer Gemeinde zu besetzen.

«Diesbezüglich sind die Vorgaben bei einer öffentlich-rechtlichen Genossenschaft erheblich einfacher zu erfüllen», heisst es in der Mitteilung. Der Regierungsrat wie auch die Finanzaufsicht über die Gemeinden des Kantons erachten eine Umwandlung daher als sinnvoll. (tos)