Tierische Happy Ends
Würgeschlangen, Kuh-Geburten, Enten-Eskorten – die Luzerner Polizei ist für alle Tiere da

In erster Linie hat es die Luzerner Polizei mit Menschen zu tun. Aber sie ist auch ausgebildet für den Umgang mit allerlei Tieren, was auch immer wieder nötig ist.

Martin Messmer Jetzt kommentieren
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Zum Glück leidet dieser Polizist nicht an Ophidiophobie.

Zum Glück leidet dieser Polizist nicht an Ophidiophobie.

Kürzlich musste eine Patrouille der Luzerner Polizei wegen Schlangenalarm ausrücken. Solche tierischen Einsätze leistet die Luzerner Polizei immer wieder. Oft gibt es dabei ein Happy End, wie jüngst bei einer Königspython, die einfangen und in die Obhut eines Schlangenexperten übergeben werden konnte.

Vor wenigen Tagen fiel einer Patrouille in Ruswil eine kalbende Kuh auf. «Damit es dem Kälbchen auch nach der Geburt weiterhin gut geht, hielten wir kurzerhand an und kontaktierten den Bauern. Wir blieben bis zum Eintreffen des Bauern vor Ort. So konnten wir sicherstellen, dass der kleine Stier gut atmen konnte und im Gefälle nicht hinunterrollte. Wir freuen uns, dass wir einen Dienst der etwas anderen Art leisten konnten, als Freund und (Geburts)helfer», schrieb die Polizei.

Immer wieder muss die Polizei auch ausgebüxte Tiere einfangen. So wie hier diese Esel in Weggis, die im vergangenen April abgehauen waren:

Diese Esel waren in Weggis ausgebüxt.

Diese Esel waren in Weggis ausgebüxt.

Anfang Jahr wurde die Polizei zur A14 beim Tunnel Rathausen gerufen, weil jemand gemeldet hatte, es liege vor dem Tunnel Rathausen ein toter Greifvogel auf der Überholspur. «Beim Eintreffen unserer Patrouille war der Vogel dann doch sehr lebendig und spazierte auf der Autobahn umher. Der Bussard liess sich von unseren Einsatzkräften problemlos einfangen und zur Tierklinik fahren, wo er verarztet wurde.
Der gefiederte Freund ist jetzt zur Erholung in der Vogelwarte Sempach. Er wird bald wieder ganz der Alte sein», schrieb die Luzerner Polizei später auf Facebook.

Mit Tieren auf der Autobahn hat die Luzerner Polizei immer wieder zu tun. Vor einem Jahr waren es Rehe, die sich bei Rothenburg auf die Fahrbahn verirrten.

Einige Expertise konnte sich die Luzerner Polizei auch aneignen in Enten-Eskorte. Immer wieder muss sie verirrte Entenfamilien wieder zum See begleiten, so wie hier im Sommer 2021:

Die Entchen bei der Polizeieskorte im Bahnhof Luzern.

Quelle: PilatusToday

Die anfangs erwähnte Königspython übrigens war nicht die einzige ihrer Art, welche die Luzerner Polizei schon umtrieb. Im März 2021 fand eine Bewohnerin eines Hauses in der Luzerner Neustadt eine solche Würgeschlange in ihrer Waschküche. Auch diese Schlange konnte von der Polizei eingefangen werden:

Diese Königspython wurde in einer Luzerner Waschküche gefunden.

Diese Königspython wurde in einer Luzerner Waschküche gefunden.

Leserbild Christoph Beeler

Die Polizei rettet weiter auch Vögel, die sich verheddert haben, so wie diese Möwe hier am Sempachersee:

Froh dürfte jene Person gewesen sein, der diesen Hund gehört, welchen die Polizei in der Stadt Luzern ohne Begleitung antraf: «Wir ermittelten (Ablesen vom Chip) und konnten so ihr Herrchen ausfindig machen. Offenbar hatte sich die Hündin von ihrem Halsband unbemerkt befreit und machte alleine einen Spaziergang. Wir freuen uns, dass wir Herrchen und Hündin wieder vereinen konnten.»

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