KANTON: Netz schützt vor Feuerbrand

Seit zwei Tagen wird das Feuerbrand-Infektionsrisiko im Kanton Schwyz als sehr hoch eingestuft. Landwirt Kilian Diethelm muss jedoch kein Antibiotika einsetzen.

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Obstbauer Kilian Diethelm hat seine Plantage zum Schutz gegen Feuerbrand mit einem Hagelnetz überzogen. (Bild Fredy Stähelin/Neue SZ)

Obstbauer Kilian Diethelm hat seine Plantage zum Schutz gegen Feuerbrand mit einem Hagelnetz überzogen. (Bild Fredy Stähelin/Neue SZ)

Für die Ausserschwyz, aber auch für das Gebiet von Arth und Küssnacht wird die Ansteckungsgefahr der Kernobstbäume mit Feuerbrand als sehr hoch eingestuft.

Trotzdem muss im Kanton Schwyz im Gegensatz zu den Nachbarkantonen Zürich und St. Gallen das Antibiotikum Streptomycin nicht eingesetzt werden.

«Die meisten Kernobstbäume stehen nicht mehr in Vollblüte, sondern sind bereits abgeblüht», sagt Obstbaukommissär Konrad Gmünder. Die zwei Obstbauern aus Siebnen und Küssnacht, die den Antibiotikum-Einsatz beantragt haben, können deshalb auf dieses Mittel verzichten.

Netz als Schutz – aber nicht in jedem Fall
Der Siebner Kilian Diethelm hat eine wissenschaftlich empfohlene natürliche Alternative angewendet. Seit zwei Tagen sind seine Apfelbaumkulturen durch ein Hagelnetz komplett eingehüllt. «Das verunmöglicht den das Bakterium transportierenden Bienen zu den blühenden Bäumen zu gelangen.»

Diese Methode könne allerdings nicht in jedem Fall angewendet werden, erläutert Diethelm. «Die Wärme hat dieses Jahr erst spät eingesetzt und die kalten Nächte habe das Feuerbrand-Bakterium zurückgebunden.»

Fredy Stäheli

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Schwyzer Zeitung.