KANTON OBWALDEN: Den Schleppschlauch in Obwalden etablieren

Der Obwaldner Regierungsrat fördert zusammen mit Uri, Schwyz, Nidwalden und Zug das Ausbringen von Gülle mit dem sogenannten Schleppschlauch. Der Bund zahlt mit.

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Ein Bauer güllt mit dem Schleppschlauch. (Bild pd)

Ein Bauer güllt mit dem Schleppschlauch. (Bild pd)

Gesamtschweizerisch stammt der grösste Teil der Ammoniak-Emissionen aus der Landwirtschaft. Hauptverursacherin ist dabei die Tierproduktion, was sich in der Zentralschweiz besonders stark auswirkt, heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei Obwalden.

45 Franken pro Hektar als Unterstützung
Als wirksamste Massnahme zur Verminderung der Ammoniakverluste aber auch der Geruchs-Emissionen gilt der Einsatz der sogenannten Schleppschlauch-Verteiler, bei welchem die Hofdünger nahe am Boden verteilt werden.

Künftig soll dafür in allen beteiligten Kantonen ein Beitrag für die mit Schleppschlauch begüllten Flächen in der Höhe von 45 Franken pro Hektar ausgerichtet werden. Steillagen werden von der Beitragsberechtigung ausgeschlossen, da dort Gülleneinsätze nicht sinnvoll seien.

In drei Jahren 60 Prozent mit Schleppschlauch
Ein sorgfältiger Umgang mit den Hofdüngern ist laut Staatskanzlei Obwalden Voraussetzung für eine finanzielle Unterstützung. Dabei werden die Gesuchsteller verpflichtet, die Ausbringung des Düngers möglichst ohne Ammoniak-Verlust zu erledigen und die Gülle zu verdünnen. Ausserdem sollen Tageszeit, Witterung, Boden- und Vegetationszustand berücksichtigt werden.

Bis 2012 sollen rund 60 Prozent der Betriebe ihr Hofdüngermanagement verbessert haben und auf rund 60 Prozent der mit Schleppschlauch begüllbaren Fläche der Schleppschlauch eingesetzt werden.

ana