KANTON SCHWYZ: 56 Kinder haben keinen Platz

Kindertagesstätten für die familienergänzende Kinderbetreuung sind teuer. Darüber hinaus fehlt es an genügend Krippenplätzen.

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Sina spielt in der Kindertagesstätte Maluum in Luzern. (Bild Ruth Tischler/Neue LZ)

Sina spielt in der Kindertagesstätte Maluum in Luzern. (Bild Ruth Tischler/Neue LZ)

Der Schwyzer Regierungsrat antwortet auf eine Interpellation von SP-Kantonsrätin Romy Lalli und äussert sich über die Lage der familienergänzenden Kinderbetreuung. Eine Erhebung vom 1. Juni zeigt auf, dass im Kanton Schwyz zu diesem Zeitpunkt 811 Kinder in 21 Krippen und Horten betreut werden. Der Regierungsrat stellt fest, dass 56 Kinder auf einer Warteliste eingetragen sind. Weiter erklärt er, dass zur familienergänzenden Familienbetreuung auch Tagesfamilien gezählt werden, die insgesamt 64 Kinder betreuen.

Da die Zuständigkeit der familienergänzenden Betreuung, laut dem Gesetz, bei den Gemeinden liegt, kann der Regierungsrat aber keine genauen Angaben über Angebot und Nachfrage geben. «Es ist aber davon auszugehen, dass das Angebot die Nachfrage nicht zu decken vermag», erklärt der Regierungsrat.

Tarife nach Einkommen, nach Belegungszeit oder -dauer
Die Kostentarife der Kindertagesstätten unterscheiden sich untereinander. Zwölf Krippen im Kanton Schwyz weisen ein Tarifsystem aus, das sich am Erwerbseinkommen der Eltern anpasst. Bei einem Jahreseinkommen von 13'000 Franken müssen Eltern pro Tag 20 Franken bezahlen. Bei einem Einkommen von 135'000 Franken kostet ein Tag 135 Franken. Neun andere Kindertagesstätten im Kanton Schwyz haben unabhängig des Einkommens, Tarife von 30 bis 130 Franken, je nach Belegungszeit und -dauer.

Da die Gemeinde für die familienergänzende Kinderbetreuung zuständig ist, hat der Regierungsrat eine übergeordnete Koordination nicht vorgesehen. Auf Wunsch der Gemeinden und Krippen habe das Departement des Innern Qualitätsrichtlinien herausgegeben, wie der Regierungsrat mitteilt. Zudem werde ein Verzeichnis der Krippen mit den wichtigsten Eckdaten geführt.

Irene Infanger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.