KANTON SCHWYZ: Auch Regierungsräte bezahlen fürs Parken

Schon seit geraumer Zeit bewirtschaftet der Kanton Schwyz die Parkplätze seiner Angestellten. Einige bezahlen 60 Franken dafür, andere bloss 30 Franken.

Drucken
Teilen
Bis anhin sind die Parkplätze bei der Reithalle in Ibach noch nicht bewirtschaftet. Das könnte sich bald ändern. (Bild Daniela Bellandi/Neue SZ)

Bis anhin sind die Parkplätze bei der Reithalle in Ibach noch nicht bewirtschaftet. Das könnte sich bald ändern. (Bild Daniela Bellandi/Neue SZ)

Die kantonale Verwaltung vermietet Parkplätze für ihre Angestellten. Wer nicht beweisen kann, dass er sein Privatauto während der Arbeitszeit für Dienstfahrten braucht, muss entweder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit kommen oder 60 Franken im Monat für einen Parkplatz hinblättern. Wer hingegen seinen Wagen beruflich braucht, hat Anrecht auf eine Parkkarte zum reduzierten Preis von 30 Franken.

Das Gleiche gilt auch für die Regierungsräte. «Tatsächlich ist das so», schmunzelt Walter Stählin, Vorsteher des Bildungsdepartementes, «die 30 Franken werden uns sogar direkt vom Lohn abgezogen. Ist das nicht unglaublich?» Noch nicht ganz alle Kantonsangestellten müssen für einen Parkplatz bezahlen. Auf dem Kiesplatz bei der Reithalle in Ibach beispielsweise, können die Wagen bis anhin noch kostenlos abgestellt werden. Wahrscheinlich jedoch nicht mehr lange, denn bei den Betroffenen ist eine Erhebung eingeleitet worden.

«Es wird immer Ausnahmeregeln geben»
Die Frage stellt sich jedoch: Wer wird diese allfälligen Gebühren einziehen? Das Grundstück gehört zwar dem Kanton, dieser hat es jedoch nach eigenen Angaben dem Kavallerieverein Schwyz verpachtet. «Ich kann nicht sagen, wie das genau geregelt wird», sagt Urs Günther, Leiter des Liegenschaftendienstes des kantonalen Baudepartementes auf Anfrage.

Man sei bestrebt, die Parkplatzbewirtschaftung im ganzen Kanton einheitlich zu gestalten, sagt Günther weiter. «Wo wir jedoch keinen Einfluss auf ein Grundstück nehmen können, weil es uns nicht gehört oder weil nebenan Gratis-Parkplätze zur Verfügung stehen, da wird es immer Ausnahmeregeln geben», so Günther. 

Daniela Bellandi

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Schwyzer Zeitung.