KANTON SCHWYZ: Auto AG Schwyz schnürt ein Lösungspaket

Die Auto AG Schwyz will mit verschiedenen Massnahmen ihre Pensionskassenprobleme lösen. Ein Element ist der Verzicht auf die Rückzahlung von rund 1,49 Millionen Franken an Subventionen.

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Ein Bus der Auto AG Schwyz. (Symbolbild Erhard Gick/Neue SZ)

Ein Bus der Auto AG Schwyz. (Symbolbild Erhard Gick/Neue SZ)

Die Pensionskasse ASCOOP, der die Auto AG Schwyz (AAGS) angeschlossen ist, weist eine massive Unterdeckung auf. Wie die Staatskanzlei des Kantons Schwyz mitteilt, muss die AAGS zur Ausfinanzierung ihrer Deckungslücke ein Bankdarlehen von rund 3,5 Millionen Franken aufnehmen.

Mit verschiedenen Massnahmen solle nun gesichert werden, dass die AAGS diese zusätzliche Belastung tragen könne. Die von der AAGS ausgearbeitete und vom Bund gutgeheissene Lösung sieht unter anderem vor, dass die AAGS die Kosten durch eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Zugerland Verkehrsbetrieben und durch den erkauf des Carreisegeschäfts Bissig Reisen, senkt.

Darlehen für Reisebusse
Laut Staatskanzlei soll der finanzielle Spielraum der AAGS zusätzlich durch einen Verzicht erhöht werden. In den Jahren 1975 und 1977 hat sie zwei bedingt rückzahlbare Darlehen von insgesamt 1,49 Millionen Franken erhalten, auf deren Rückzahlung nun verzichtet werden soll. Der Regierungsrat des Kantons Schwyz unterbreitet nun dem Kantonsrat eine entsprechende Vorlage.

Die Darlehen wurden laut Mitteilung damals für den Kauf von neuen Linienbussen gewährt. Daran beteiligt waren die Bezirke Schwyz und Gersau sowie die Gemeinden Schwyz, Ingenbohl, Muotathal, Sattel, Morschach, Lauerz und Oberiberg und der Kanton Zug.

Der Kanton Zug hat einem Forderungsverzicht bereits zugestimmt. Die Bezirke und Gemeinden müssten zusammen auf gut 180'000 Franken verzichten. Wie die Staatskanzlei schreibt, stimmten sie in einer Vernehmlassung mit Ausnahme der Gemeinden Ingenbohl und Oberiberg dem Verzicht auf die Rückzahlung zu.

Der AAGS droht die Überschuldung
Sollte es nicht gelingen, die Pensionskassen-Verpflichtungen der AAGS auf eine sichere Grundlage zu stellen, «droht die bilanztechnische Überschuldung», heisst es in der Mitteilung weiter. Die folgenden negativen Auswirkungen auf den regionalen Personenverkehr «sollten nach Auffassung der Regierung unbedingt vermieden werden».

ana