Kanton Schwyz budgetiert 93 Millionen Defizit

Bei einem Ertrag von 1,169 Milliarden budgetiert der Kanton Schwyz für das nächste Jahr ein Defizit von 93 Millionen Franken. Trotzdem soll der Steuerfuss auf unverändert tiefem Niveau bleiben.

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Der Schwyzer Finanzdirektor Kaspar Michel. (Bild: Bert Schnüriger / Neue SZ)

Der Schwyzer Finanzdirektor Kaspar Michel. (Bild: Bert Schnüriger / Neue SZ)

Gegenüber dem Rechnungsjahr 2012 steigt das Defizit somit um 50 Millionen Franken. Ein Grossteil des Aufwandwachstums werde zum einen durch den Nationalen Finanzausgleich (NFA) und zum anderen durch den Ausfall der Nationalbankerträge verursacht, teilte das Schwyzer Finanzdepartement am Donnerstag mit.

Der Kanton Schwyz rechnet über alle Steuerarten hinweg mit steigenden Steuererträgen gegenüber dem Rechnungsjahr 2010 in der Höhe von 53 Millionen Franken. Dabei legen die Erträge aus der Einkommens- und Vermögenssteuer der natürlichen Personen stark zu (+26 Prozent). Die Ertrags- und Kapitalsteuern der juristischen Personen nehmen um 11 Prozent zu.

«Dank der soliden Eigenkapitalbasis kann sich der Kanton Schwyz weiterhin den attraktiven Steuerfuss leisten», wird der Schwyzer Finanzdirektor Kaspar Michel zitiert. Der Regierungsrat beantragt deshalb dem Parlament, den Steuerfuss nicht anzuheben.

Die Investitionsrechnung enthält Nettoinvestitionen von 77 Millionen Franken. Gegenüber der Rechnung 2010 wird die Investitionstätigkeit 2012 um 14 Millionen reduziert. Damit will der Regierungsrat die Investitionstätigkeit auf mittlerem Niveau stabilisieren.

Im letzten Jahr schlug das Schwyzer-Budget hohe Wellen: Zuerst hatte der Kanton ein Defizit von 136 Millionen Franken budgetiert. Dieses wurde aber vom Parlament zurückgewiesen und erst nach einer Bereinigung auf 96 Millionen angenommen.

sda/bep