KANTON SCHWYZ: Der Jugendschutz bleibt aktuell

Schwyzer Jugendliche haben die Nase vorn, was das «Kampftrinken» anbelangt. Schweizweit ist der Alkoholkonsum aber rückläufig.

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Der Alkohol- und Tabakkonsum von Schweizer Jugendlichen ist zurückgegangen. (Bild Keystone)

Der Alkohol- und Tabakkonsum von Schweizer Jugendlichen ist zurückgegangen. (Bild Keystone)

Ein internationaler Bericht zum Gesundheitsverhalten von Kindern im Schulalter zeigt, dass die Schweizer Jugendlichen weniger Alkohol, Tabak und Cannabis konsumieren. Die für das Jahr 2006 erhobenen Daten für Alkohol- und Tabakkonsum weisen die Schweiz ins untere Mittelfeld im Vergleich mit den übrigen 41 Ländern. Beim Kiffen dagegen liegen die 11-, 13- und 15-jährigen Schweizer Schülerinnen und Schüler mit 13 Prozent über dem internationalen Durchschnitt. 31 Prozent der Befragten haben in ihrem Leben schon gekifft.

42 Jugendliche waren 2005 im Kanton im Spital wegen Alkohol
Laut Susanne Dillier von Gesundheit Schwyz «ist die 2004 eingeführte Sondersteuer für Alcopops ein Grund dafür, dass der Alkoholkonsum um 46 Prozent zurückgegangen ist». Auch die präventiven Massnahmen hätten positive Auswirkungen gezeigt. Gesundheit Schwyz macht aber darauf aufmerksam, dass die Kantone einzeln betrachtet werden müssten.

Am meisten missbräuchliche Fälle weist, wie schon im Jahr 2003, der Kanton Schwyz auf. Mussten in Schwyz 2003 36 Jugendliche im Spital behandelt werden, so waren es 2005 42 Fälle. Susanne Dillier sieht das grosse Problem darin, dass die Jugendschutzgesetze nicht überall durchgesetzt werden.

Das Armbändchen zeigt, wer Alkohol trinken darf
Seit rund zehn Jahren hat die Gemeinde Freienbach verschiedene Projekte eingeleitet. Seit rund zwei Jahren werden zum Beispiel an Jungbürgerfeiern keine alkoholischen Getränke mehr ausgeschenkt. Aber auch nach Gemeindeversammlungen wird kein Alkohol mehr getrunken.

Die Jugendschutzbestimmung wird von der Behörde auch in Heftform an Festveranstalter abgegeben. «An vielen Anlässen habe ich erleben dürfen, dass Veranstalter diese Bestimmungen tatsächlich umsetzen», erklärt Franz Merlé, Gemeinderat von Freienbach. Eine solche Umsetzung ist zum Beispiel das Tragen von Bändchen. Je nach Alter bekommen die Besucher ein Armbändchen. So wissen die Barmitarbeiter, wer welche alkoholischen Getränke bestellen darf.

Irene Infanger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.