KANTON SCHWYZ: Die Nachfrage nach Wohnungen ist gestiegen

In den Wohnheimen der Stiftung Phönix hat es zu wenig Platz. Die Nachfrage ist in den letzten drei Jahren angestiegen.

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Karin Novak, Geschäftsleiterin der Phönix-Stiftung. (Archivbild Erhard Gick/Neue SZ)

Karin Novak, Geschäftsleiterin der Phönix-Stiftung. (Archivbild Erhard Gick/Neue SZ)

Die Stiftung Phönix Schwyz muss seit zwei, drei Jahren vermehrt Patienten auf die Warteliste setzen. Die beiden Heime in Seewen und Einsiedeln mit ihren insgesamt 40 Plätzen sind stark ausgelastet. «Es ist unterschiedlich, wie lange ein Patient bei uns bleibt, darum kann die Wartezeit für andere Patienten bis zu einem Jahr dauern», erklärte Karin Novak, Geschäftsleiterin der Stiftung Phönix Schwyz.

Dass die Nachfrage in den letzten Jahren so angestiegen sei, könne zwei Ursachen haben, meint Novak. Einerseits sei der Kanton Schwyz seit der Gründung der Stiftung Phönix enorm gewachsen. Anderseits sei der Druck in der Gesellschaft grösser geworden. Der Begriff des «Burnout», ein Zustand körperlicher, emotionaler und geistiger Erschöpfung, ist möglicherweise eine Erscheinung solchen Drucks.

Das neue Heim in Buttikon bietet 24 Plätze
Evelyne Reich, Leiterin des Amts für Gesundheit und Soziales, erklärt, dass die Zahl psychisch erkrankter Menschen nicht gestiegen sei. Die Nachfrage nach geeignetem Wohnraum für die hilfeleistende Wiedereingliederung in die Gesellschaft aber schon. «Ich vermute, dass die IV-Bezüger keinen geeigneten Wohnraum finden, der ihren finanziellen Möglichkeiten entspricht», meinte Reich. Und dass viele nicht die Kraft hätten, sich alleine wieder ins alltägliche Leben zu stürzen. Um den Engpass in Schwyz zu umgehen, wird jetzt ein neues Wohnheim in Buttikon gebaut. Laut Karin Novak ist der Spatenstich am 7. Oktober.

Insgesamt kostet der Bau des neuen Heimes 8,3 Millionen Franken. Die Stiftung selbst wird 2 Millionen davon bezahlen. Zusätzlich hat sich der Bund dazu entschlossen, einen Drittel zu übernehmen. Und der Kanton Schwyz wird den Rest finanzieren. Mit dem Neubau, der 24 neue Plätze umfasst, dürfte die Nachfrage von psychisch behinderten Menschen vorerst abgedeckt sein.

Irene Infanger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.