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KANTON SCHWYZ: Drei Morde geben Rätsel auf

Im Kanton Schwyz warten noch drei rätselhafte Tötungsdelikte auf ihre Aufklärung. Die Spezialteams der Kapo geben auch nach Jahrzehnten nicht auf. Sie setzen alles daran, die «Cold Case»-Fälle doch noch zu lösen.
Ungelöster Fall aus dem Jahr 1989 in Pfäffikon: Der Wagen des Opfers steht verlassen auf dem Parkplatz des Seedamm-Centers. Vom Geld, welches der 33-Jährige vor seiner Ermordung auf der Bank abhob, fehlt bis heute jede Spur. (Archivbild Höfner Volksblatt)

Ungelöster Fall aus dem Jahr 1989 in Pfäffikon: Der Wagen des Opfers steht verlassen auf dem Parkplatz des Seedamm-Centers. Vom Geld, welches der 33-Jährige vor seiner Ermordung auf der Bank abhob, fehlt bis heute jede Spur. (Archivbild Höfner Volksblatt)

Alle drei ungeklärten Mordfälle im Kanton Schwyz liegen schon Jahre zurück. Die Kantonspolizei Schwyz hat die alten Fälle, im Polizei-Jargon als «Cold Cases» bezeichnet, aber noch nicht ­abgeschrieben. Weil mögliche Zeugen versterben oder deren Erinnerungen verblassen, wird es immer schwieriger, einen Fall mittels Personenbeweis zu lösen. Auf der anderen Seite spielt den Ermittlern jedoch die stetige Weiterentwicklung der kriminaltechnischen Methoden in die Hände. «Die DNA-Technik macht grosse Fortschritte. Heute können Spuren ausgewertet werden, wo dies noch vor wenigen Jahren nicht möglich war», sagt Kripo-Chef Stephan Grieder.

Dieser technische Fortschritt begünstigt etwa die Ermittlungen zum mysteriösen Mord an einer jungen Frau, deren Leiche im Winter 1993 in einem Bachlauf in Vorderthal gefunden wurde. Immer wieder untersucht die Kantonspolizei die damals gesicherten Spuren und Gegenstände nach der neusten Methode. Bisher gab es aber noch keinen DNA-Treffer, welcher den Mörder zum Vorschein brachte.

Die «Cold-Case-Verfahren» werden von den Ermittlern in Gruppen geführt. Diese setzen sich aus den verschiedensten Fachbereichen zusammen: Mitarbeitende des Ermittlungsdienstes, der Kriminalanalyse, des Kriminaltechnischen Dienstes sowie externe Fachkräfte, etwa vom Forensischen ­Institut. So befasst sich immer eine Vielzahl von Leuten mit einem alten Fall. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass man am Fall dranbleibt, denn die Polizisten, welche die Ermittlungen ursprünglich aufgenommen haben, sind heute vielleicht bereits pensioniert.

Erstaunlich: In allen drei ungeklärten Mordfällen im Kanton wurden die Leichen in Ausserschwyz gefunden. Bei zwei Tötungsdelikten ist jedoch nicht klar, wo genau die Opfer um­gebracht wurden. Gemeinsam haben alle Fälle auch, dass wegen einer fehlenden ­Motivlage der Kreis der Verdächtigen nicht definiert werden konnte. rm

(c) March-Anzeiger/Höfner Volksblatt

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