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Im Kanton Schwyz drohen viele ungültige Stimmen

Bei den Ständeratswahlen darf nur ein Wahlzettel eingeworfen werden. Die Staatskanzlei warnt vor Fehlern.
Stefan Grüter und Jürg Auf der Maur
Im Wahlzentrum wird am Sonntag wieder viel erklärt und kommentiert. Medien, Kandidierende und die Schwyzer Staatskanzlei mit Mathias Brun werden vor Ort sein. (Bild: Stefan Grüter)

Im Wahlzentrum wird am Sonntag wieder viel erklärt und kommentiert. Medien, Kandidierende und die Schwyzer Staatskanzlei mit Mathias Brun werden vor Ort sein. (Bild: Stefan Grüter)

Schwyz sorgte immer wieder national für Aufmerksamkeit, weil der Anteil der ungültigen Stimmen überdurchschnittlich hoch war. Davor fürchtet sich die Staatskanzlei Schwyz auch für die kommenden Wahlen am nächsten Sonntag.

Es gibt eine Konstellation, in welcher sich die Anzahl ungültiger Stimmen übermässig erhöhen kann. Und diese Konstellation tritt heuer bei den Ständeratswahlen ein, wie Staatsschreiber Mathias Brun bestätigt. Der Grund liegt darin, dass nur ein einziger Ständeratswahlzettel ins Stimm­kuvert gesteckt werden darf.

«Von den fünf offiziellen Listen tragen drei nur einen Namen, die zweite Linie ist jeweils leer. So könnten Wählerinnen und Wähler auf die Idee kommen, zwei Listen zusammenzuheften und ins Stimmkuvert zu stecken», so Brun. «Dies würde aber automatisch dazu führen, dass diese Stimmabgabe ungültig wäre.»

Staatskanzlei warb bei jeder Gelegenheit

Der Staatsschreiber betont, «dass wir wo immer möglich auf diesen Umstand aufmerksam gemacht haben». Jede Ständeratswahlliste trägt den Vermerk: «Für die Ständeratswahlen darf nur ein einziger Wahlzettel ins Stimmkuvert eingelegt werden.» Und auch in der Wahlanleitung heisst es: «Benützen Sie einen dieser gelben Wahlzettel für die Ständeratswahlen.» Brun verweist auf frühere Wahlen, bei denen die ungültigen Stimmen über drei Prozent ausmachten, «und das ist schade», so Mathias Brun.

«Wenn das Resultat knapp wird, so könnten genau diese Stimmen das Zünglein an der Waage sein.»

Der für die Organisation und Durchführung der Wahlen zuständigen Staatskanzlei bleibt nichts anderes übrig, als immer wieder auf diesen Umstand hinzuweisen und die Wählenden dazu anzuhalten, sich beim Ausfüllen der Wahlzettel Zeit zu nehmen und die entsprechende Wahlanleitung samt den Bemerkungen auf den Listen genau zu lesen. «Wer sich Zeit nimmt, den Wahlzettel auszufüllen, dessen Stimme sollte dann auch tatsächlich gezählt werden können», so Mathias Brun.

Bei den Ständeratswahlen 2011 wurden 8,25 Prozent ungültige Stimmen eingeworfen. Das war unrühmlicher Landesrekord und führte zu Reaktionen in der Politik: unter anderem zu besserer Information und Warnungen.

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