KANTON SCHWYZ: Kein Zutritt für Jugendliche in Raucherbeizen

Der Kanton Schwyz verbessert den Schutz vor dem Passivrauchen. Er übernimmt dabei die entsprechende Bundesgesetzgebung. Im Jugendschutz will Schwyz jedoch noch weiter gehen.

Drucken
Teilen
Rauchen: Die Regierung sagt, wo das künftig noch erlaubt ist. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Rauchen: Die Regierung sagt, wo das künftig noch erlaubt ist. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Der Regierungsrat unterbreitet dem Kantonsrat eine Teilrevision der Gesundheitsverordnung.
Die Verordnung regelt das öffentliche Gesundheitswesen im Kanton Schwyz. Sie ist seit dem 1. Januar 2004 in Kraft und hat sich bisher grundsätzlich bewährt. Änderungen der übergeordneten Bundesgesetzgebung und ein besserer Schutz der Bevölkerung vor Passivrauchen erfordern jedoch eine Teilrevision.

Schutz vor Passivrauchen
Der Kantonsrat hat am 20. September 2006 eine Motion, die den Schutz der Bevölkerung vor Passivrauch in öffentlichen Gebäuden verlangt, erheblich erklärt. Im Oktober 2008 hat das Eidgenössische Parlament das Bundesgesetz zum Schutz vor Passivrauchen erlassen. Dieses sieht für geschlossene Räume, die öffentlich zugänglich sind oder mehreren Personen als Arbeitsplatz dienen, ein Rauchverbot vor. Auf Gesuch hin können jedoch kleinere Restaurationsbetriebe als Raucherbetriebe geführt
werden.

Im Rahmen der Teilrevision der Gesundheitsverordnung soll diese Bundesregelung nun umgesetzt und durch eine Jugendschutzbestimmung ergänzt werden. Jugendlichen unter 16 Jahren soll der Zutritt zu Raucherbetrieben und Raucherräumen nicht gestattet sein. Der Vollzug, insbesondere die Bewilligung von kleineren Restaurationsbetrieben als Raucherlokale, soll den Gemeinden übertragen werden, die auch für die Erteilung der Gastgewerbebewilligungen zuständig sind.

Die Gesundheitsverordnung soll ausserdem Bestimmungen für die palliative Betreuung erhalten. Zudem will der Regierungsrat ein kantonales Krebsregister aufbauen.

pd/red