KANTON SCHWYZ: Kleinklassen und Werkschulen beibehalten

Der Erziehungsrat hat eine Grundsatzdiskussion zur Frage der Integration von Schülern mit besonderen Bedürfnissen geführt. Und hält an Kleinklassen und Werkschulen fest.

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Integration ist einer der grossen Trends der Schule. Auch in der Volksschulgesetzgebung des Kantons Schwyz gibt es keine Maxime zur Integration, heisst es in einer Mitteilung des Erziehungsrates. Heute würden viele Schulträger ihre Kleinklassen oder Werkschulen abschaffen und Kinder mit besonderen Bedürfnissen in Regelklassen integrieren.

Für den Erziehungsrat mache diese Form der Integration aber nur dort Sinn, wo sie zum Wohle des Kindes sowie der betroffenen Klasse realisiert werden können. Falsch verstandene Integration könne denn auch zu einer Verschärfung der Probleme führen, so dass für den Unterricht zu wenig Zeit zur Verfügung steht oder die übrigen Schüler vernachlässigt würden.

Der Erziehungsrat fordert deshalb, dass Integration «nicht um jeden Preis» betrieben werde. Auch die Trennung der Kinder in unterschiedliche Klassen könne Sinn machen. Er fordert daher das Bildungsdepartement dazu auf, Vorschläge zu erarbeiten, wie künftig zwischen Integration und Separation wieder eine Balance hergestellt werden könne.

ana