KANTON SCHWYZ: Mehr Todesopfer im Schwyzer Strassenverkehr

Die Zahl von Todesopfern bei Verkehrsunfällen hat im Kanton Schwyz zugenommen. Sie ist von 10 Toten im Jahr 2006 auf 14 im Jahr 2007 angestiegen. Experten sehen erhöhte Risiken in Alkohol, Jugend, Raser und Männer.

Drucken
Teilen
Im Kanton Schwyz gab es im letzten Jahr 14 Verkehrstote, unter anderem zwei im Mositunnel bei Brunnen. (Bild Bert Schnüriger)

Im Kanton Schwyz gab es im letzten Jahr 14 Verkehrstote, unter anderem zwei im Mositunnel bei Brunnen. (Bild Bert Schnüriger)

Die Schwyzer Kantonspolizei will die Fälle analysieren und in ungefähr einem Monat der Öffentlichkeit vorstellen. «Momentan kann ich nur diese Zahl bestätigen. Alles Weitere wird an der Pressekonferenz zu erfahren sein», sagt Florian Grossmann, Mediensprecher der Kantonspolizei.

Doktor Didier Naon war bis Ende 2007 ärztlicher Leiter der Rettungsdienst Schwyz AG. Er sagt auf Anfrage, dass es keine Hinweise für mehr Schwerverletzte im inneren Kantonsteil gäbe. Auch in der Anzahl der Verstorbenen, die innerhalb eines Jahres von 10 auf 14 gestiegen ist, kann er noch keine Tendenz sehen. «Bei einer so kleinen Fallzahl kann es auch Zufall sein», erklärt der Arzt.

Klar sei nur, dass viele Unfälle mit überhöhter Geschwindigkeit passieren oder durch Unaufmerksamkeit seitens der Lenker und der Opfer. «Da konnten wir ein Verhältnis von 50 zu 50 feststellen», sagt Naon.

Alkohol, Raser und Jugendliche
Anders sieht das Bild aus, wenn man die ganze Schweiz betrachtet. Roland Wiederkehr von der Strassenopfervereinigung Road Cross schätzt die Zunahme von Verkehrsopfern im vergangenen Jahr auf 7 bis 10 Prozent. Aber auch Schwerverletzte gäbe es viel mehr als bisher. Von denen überleben dank den medizinischen Fortschritten aber einige mehr als früher.

Dass es gesamtschweizerisch und überhaupt in Europa immer mehr Tote und Schwerverletzte im Strassenverkehr gibt, dafür macht Wiederkehr vier Hauptfaktoren aus: «Alkohol, jung, rasen und männlich.»

Die Vereinigung Road Cross engagiert sich im Präventionsbereich an Schulen. Im Auftrag der Kantonspolizei wird sie im Februar an verschiedenen Schwyzer Oberstufenschulen zu Gast sein.

Daniela Bellandi

Den ausführlichen Artikel zum Thema lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Schwyzer Zeitung