KANTON SCHWYZ: Nach Veruntreuung 58-jähriger Mitarbeiter gefeuert

Dicke Post: Auf dem Betreibungsamt Höfe im äusseren Kantonsteil von Schwyz sind kürzlich Veruntreuungen festgestellt worden, wie das Höfner Volksblatt schreibt. Das hatte personelle Konsequenzen. Der Arbeitgeber ist erschüttert.

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Nach dem Vorfall wurde eine fristlose Kündigung ausgesprochen. (Bild: Höfner Volksblatt)

Nach dem Vorfall wurde eine fristlose Kündigung ausgesprochen. (Bild: Höfner Volksblatt)

Höfe Veruntreuungen im hohen vierstelligen Bereich: Ein Mitarbeiter des Betreibungsamts Höfe wurde letzte Woche vorübergehend in Polizeigewahrsam genommen. Das war gleichbedeutend mit einer fristlosen Kündigung des Mitarbeitenden im Betreibungsamt Höfe: Die Bezirkskanzlei konnte gestern keine positiven Neuigkeiten in eigener Sache vermelden.

«Für uns als Arbeitgeber keine schöne Situation, aber wo gearbeitet wird, kann immer etwas passieren unser Vertrauen in unsere Mitarbeiter ist nicht generell erschüttert», bezieht Bezirksammann Meinrad Kälin Stellung. Und: «Es war überraschend, wir hatten keine Vermutung, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugehen könnte.»

Eine Nacht im Gefängnis

Fakt ist: Ein 58-jähriger Mitarbeiter des Betreibungsamts Höfe wurde am Donnerstagabend aufgrund des Verdachts auf Veruntreuung von der Kantonspolizei Schwyz festgenommen. «Die kantonale Staatsanwaltschaft hat ein entsprechendes Verfahren eröffnet. Der Beschuldigte konnte das Gefängnis allerdings am Folgetag wieder verlassen», so weit die Information der Bezirkskanzlei Höfe.

«Grundsätzlich ist jeder Betreibungsamtsleiter für die Abläufe in seiner Stelle, also die Entgegennahme der Schuldnergelder und die Auszahlungen an die Gläubiger, zuständig. Kommen Unregelmässigkeiten vor, liegt es an ihm, den Verdachtsmomenten nachzugehen, allenfalls Strafanzeige einzureichen», erklärt René Räber, Betreibungs- und Konkursinspektor des Kantons Schwyz, das Prozedere.

Summe im vierstelligen Bereich

So sei in diesem Fall auch der Polizeiarrest Teil des «courant normale», also des ganz normalen Ablaufs nach einem solchen Vorfall. Räber: «Besteht Verdunkelungsgefahr, wird eine Untersuchungshaft angeordnet.» Als Konsequenz informierte das Betreibungsamt Höfe den Bezirksrat über das Vorkommnis; jener sprach die fristlose Kündigung aus.

Während aufgrund des laufenden Verfahrens keine Details bekannt gegeben werden, steht fest: Die veruntreute Summe dürfte sich im hohen vierstelligen Bereich bewegen. «Es geht nicht um Zehntausende Franken. Aber egal, ob ein oder mehrere Hundert Franken so etwas kann man einfach nicht durchgehen lassen», ergänzt Kälin.

Tatjana Kistler