KANTON SCHWYZ: Regierungsrat sagt Nein zur Kinderhütelizenz

Der Bundesrat möchte, dass Kinderbetreuung künftig nur noch mit Lizenz erlaubt sein soll. Der Regierungsrat des Kantons Schwyz erteilt diesem Plan eine Abfuhr.

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Der Schwyzer Regierungsrat will keine Lizenz für die Kinderbetreuung. (Symbolbild Chris Iseli/Neue LZ)

Der Schwyzer Regierungsrat will keine Lizenz für die Kinderbetreuung. (Symbolbild Chris Iseli/Neue LZ)

Am 8. Juli hat Kantonsrat Marcel Buchmann im Namen der CVP-Fraktion in einer Interpellation angefragt, was der Regierungsrat des Kantons Schwyz von einer «Kinderhütelizenz» halte. Der Bundesrat wollte in einer Kinderbetreuungsverordnung festhalten, dass künftig unter anderem eine Lizenz braucht, wer ein Kind mehr als 20 Stunden pro Woche betreut. Diese Regelung würde auch Verwandte des Kindes betreffen.

Die CVP-Fraktion äusserte Unmut über dieses Vorhaben und bezeichnete sie als «übertriebene und bürokratische Massnahme». In seiner Antwort auf die Interpellation vom Montag teilt der Schwyzer Regierungsrat die Auffassung des Interpellanten Buchmann.

Wie es in der Mitteilung der Staatskanzlei Schwyz heisst, sei eine solche Bewilligung für die Kinderbetreuung an sich «keine Garantie für eine adäquate Betreuung». Dennoch heisst es in der Antwort: «Der Schutz der Kinder sowie eine kindesgerechte Erziehung müssen weiterhin im Vordergrund stehen», könne aber anders erreicht werden als durch eine Linzenz für die Kinderbetreuung.

ana