KANTON SCHWYZ: Schwyzer Impfstoffe landen auswärts

Der vom Bund vorgegebene Impfstart für Risikogruppen konnte im Kanton Schwyz eingehalten werden. Dies trotz widrigen Umständen in der Verteilung der kontingentierten Impfstoffe.

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Wer zuerst kommt, räumt ab: Grippeimpfung. (Bild Nadia Schärli/ Neue LZ)

Wer zuerst kommt, räumt ab: Grippeimpfung. (Bild Nadia Schärli/ Neue LZ)

Der Kanton Schwyz hat das Vorgehen anderer Kantone bei den Impfungen gegen die Schweinegrippe als inakzeptabel bezeichnet. Was bei der Bundesplanung nach sauberer Zuteilung und gerechter Verteilung ausgesehen habe, habe sich in ein Verteilchaos gewandelt nach dem Motto: Wer zuerst kommt, räumt ab, kritisierte das Schwyzer Innendepartement am Mittwoch.

In einigen Kantonen seien die Impfgruppen eigenmächtig auf die allgemeine Bevölkerung ausgeweitet worden, bevor überall die Risikogruppen geimpft worden seien. In der Folge seien einzelne Ärzte im Kanton Schwyz ohne oder mit zu wenig Impfstoff für ihre Risikopatienten dagestanden. Sie mussten über einen zusätzlichen logistischen Aufwand und Umverteilungen versorgt werden, weil ihr Impfstoff anderorts verimpft wurde, schreiben die Schwyzer Behörden.

In den meisten Arztpraxen sei nun je nach Impfstoff und Lieferant ein paar Tage später, aber spätestens wie vorgesehen ab dem vergangenen Montag geimpft worden. Für die Impfung der Gesamtbevölkerung werde spätestens ab kommendem Montag genügend Impfstoff vorhanden sein.

ap