KANTON SCHWYZ: Zwei Fachbehörden für die Vormundschaft

Das Kindes- und Erwachsenenschutzrecht wird neu geregelt. Vorgesehen sind zwei Fachbehörden für den Kanton Schwyz anstelle der heutigen Vormundschaftsbehörden der Gemeinden.

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Das geltende Vormundschaftsrecht des Schweizerischen Zivilgesetzbuches ist seit 1912 praktisch unverändert geblieben. Wie die Staatskanzlei Schwyz mitteilt, wurde daher im Dezember 2008 einer umfangreichen Änderung zugestimmt. Die Inkraftsetzung ist auf den 1. Januar 2013 vorgesehen.

Auf 2013 hin müssen nun auch die Kantone ihre Ausführungsbestimmungen an die neuen Vorgaben anpassen. Das Bundesrecht legt fest, dass eine Fachbehörde für die Umsetzung des Kindes- und Erwachsenenschutzes verantwortlich sein muss.

Professionell und interdisziplinär
Deshalb sieht die Vorlage des Schwyzer Departements des Innern vor, im Kanton zwei Fachbehörden unter der Trägerschaft des Kantons zu bilden. Sie sollen professionell geführt und interdisziplinär zusammengesetzt sein, heisst es in der Mitteilung.

Als Beschwerdeinstanz ist das Verwaltungsgericht vorgesehen. Das Erbschaftswesen soll als neue Aufgabe den Bezirken übertragen werden.

Gemeinden werden finanziell entlastet
Die Nettokosten der Fachbehörden betragen laut Staatskanzlei rund 6 Millionen Franken und sollen vom Kanton getragen werden. Die Gemeinden sollen im entsprechenden Umfang entlastet werden.

Die Kosten von Massnahmen (zum Beispiel Heimaufenthalte und Therapiemassnahmen) müssen weiterhin von den Gemeinden und Bezirken getragen werden.

ana