Kantone mit Tipps zum 1. August

Höhenfeuer und Feuerwerkskörper sind sehr beliebt. Doch das Erlebnis des farbigen Nachthimmels kann auch unerwünschte Nebenwirkungen haben.

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1.-August-Feuer geben dem Nationalfeiertag einen besonderen Rahmen. (Bild: Archiv Neue LZ)

1.-August-Feuer geben dem Nationalfeiertag einen besonderen Rahmen. (Bild: Archiv Neue LZ)

Beim Abbrennen von Feuerwerken und 1.-August-Feuer gelangt Feinstaub in die Luft. «Die Mengen können beträchtlich sein, und nicht selten werden am 1. August die zulässigen Tages-Grenzwerte um ein Mehrfaches überschritten», schreibt das Amt für Umweltschutz des Kantons Uri (AfU) in einer Medienmitteilung. «Feinstaub kann bei empfindlichen Personen zu Atembeschwerden und Husten führen. Personen mit Erkrankungen der Atemwege und mit Kreislauferkrankungen sollten deshalb Feuerwerke meiden», warnt das zuständige Amt der kantonalen Verwaltung.

Abfall gehört nicht ins Feuer

Das 1.-August-Feuer hat in Uri eine grosse Bedeutung als Höhenfeuer, das in der Nacht weit herum leuchtet und sichtbar ist. «Dieser Brauch soll so bleiben und gibt dem Tag einen feierlichen Rahmen», schreibt das AfU weiter. «Leider musste das Amt für Umweltschutz in den letzten Jahren feststellen, dass der 1. August häufig auch als Entsorgungstag genutzt wird und die Feuer bereits am helllichten Tag vor sich hin motten. Das Verbrennen von Grünabfällen aus Garten und Wald ist nur in Ausnahmefällen und mit Bewilligung erlaubt. Dies gilt auch für den 1. August», betonen die Verantwortlichen.

Klagen wegen Lärmbelastung

Auch die Zuger Baudirektion gelangt an die Bevölkerung: Sie bittet die Bevölkerung, die traditionellen Höhenfeuer nur mit trockenem, naturbelassenem Holz aus dem Wald oder getrocknetem Schwemmholz zu betreiben. Die Zeiten, in denen das 1.-August-Feuer als Abfallfeuer missbraucht wurde, seien zwar vorbei, heisst es weiter in der Mitteilung. Es komme aber immer mal wieder vor, dass durch ein Feuer Schadstoffe freigesetzt würden.

Auch die vielen privaten Feuerwerke rund um den 1. August seien deswegen nicht unproblematisch. Hinzu komme die Lärmbelastung, die jedes Jahr Klagen durch Nachbarn auslösen würden. «Deshalb rufen wir zu einem massvollen Einsatz von Feuerwerk am 1. August auf», heisst es abschliessend in der Mitteilung
der Abteilung Luftreinhaltung des Kantons Zug.

Stress für Menschen und Tiere

Feuerwerke verursachen Lärm. Für Zuschauer, die sich allzu nahe beim Feuerwerk aufhalten, kann dieser Lärm unter Umständen Gehör gefährdend sein. Die Lärmbelastung durch Feuerwerk bewirkt aber auch Stress bei Tieren. Daher sollten Feuerwerke zurückhaltend, mit genügend Abstand zu den Zuschauern und nicht bereits mehrere Tage vor dem 1. August abgebrannt werden. «Wenn auf Menschen, Umwelt und Tiere Rücksicht genommen wird, sind 1.-August-Feuerwerke ein spezielles und einzigartiges Erlebnis», so das AfU in seiner Mitteilung.

red