PHZ KONKORDAT: Der Kanton Luzern kündigt das PHZ-Konkordat

Der Regierungsrat des Kantons Luzern beantragt dem Kantonsrat, das PHZ-Konkordat von 2002 zu kündigen. Der Beschluss hatte sich angekündigt.

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Die pädagogische Hochschule in Goldau. Der Kanton Luzern kündigt das Konkordat mit Schwyz und Zug. (Bild Laura Vercellone/Neue SZ)

Die pädagogische Hochschule in Goldau. Der Kanton Luzern kündigt das Konkordat mit Schwyz und Zug. (Bild Laura Vercellone/Neue SZ)

Bereits im Juni 2009 hat der Luzerner Regierungsrat angekündigt, das Konkordat der drei pädagogischen Hochschulen der Zentralschweiz (PHZ-Konkordat) zu kündigen. Der Grund: Die Organisation der Standorte Luzern, Zug und Goldau verursache einen zu hohen Koordinationsaufwand.

Zusammenarbeit weiterhin möglich
Nun ist Entscheid gefallen, der Regierungsrat des Kantons Luzern beantragt dem Kantonsrat, das PHZ-Konkordat aus dem Jahr 2002 zu kündigen, um die Lehrpersonenbildung neu strukturieren zu können, heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei Luzern. Damit soll die PHZ Luzern künftig in eigener Trägerschaft als eigenständige Hochschule geführt werden.

Nach den Bestimmungen des Konkordats ist ein Austritt aus dem Konkordat unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Jahren jeweils auf den 31. Juli eines Jahres möglich. Die Zusammenarbeit mit den Konkordatskantonen soll mit Kooperations- und Leistungsvereinbarungen weiterhin möglich sein.

SP zufrieden über Entscheid
Bereits gibt es eine erste Reaktion auf den Entscheid: Die SP Kanton Luzern teilt mit, sie begrüsse die Kündigung des PHZ-Konkordates. Bereits 2006 habe sie in einem Postulat von Odilo Abgottspon gefordert, dass mittelfristig auf eine Zusammenführung der drei pädagogischen Hochschulen an einem Standort hingearbeitet werden müsse.

«Mit der Kündigung des Konkordates ermöglicht der Regierungsrat eine betriebswirtschaftlich und bildungspolitisch sinnvolle Lösung», heisst es weiter.

Mängel seit 2006 bekannt
Seit der Errichtung der PHZ hätten sich laut Mitteilung der Staatskanzlei sich immer deutlicher Mängel und Probleme in den Führungsstrukturen des PHZ-Konkordates gezeigt, weshalb der Konkordatsrat im September 2006 eine Arbeitsgruppe einsetzte.

In der Vernehmlassung über den Bericht kritisierte vor allem der Kanton Luzern das Festhalten an den drei Standorten. Im April 2009 liess das Luzerner Bildungs- und Kulturdepartement die Konsequenzen einer Kündigung des Konkordats prüfen.

ana

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