OBWALDEN: Meister der Provokation geht in Pension

Der Sarner Kanti-Lehrer und Kolumnist Hans Venetz ist pensioniert. «Es ist gut aufzuhören, wenn es am schönsten ist», sagt er.

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Der pensionierte Kanti-Lehrer Hans Venetz vor dem Eingang des alten Gymnasiums. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Der pensionierte Kanti-Lehrer Hans Venetz vor dem Eingang des alten Gymnasiums. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Mit einem «Mannschaftsfoto» und den Worten «Wir sind dann mal weg », verabschiedet sich die Maturaklasse 2008 vom Gymnasium in Sarnen.

Abschied nimmt diese Woche auch Hans Venetz. Der 65-jährige Lehrer für Philosophie, Pädagogik und Psychologie wird pensioniert. «Ich habe bis zum letzten Tag gerne Schule gegeben; ich bin dankbar für diese Zeit hier», zieht der gebürtige Walliser Bilanz.

Hans Venetz ist 1989 ist nach Sarnen gekommen. Vorher war er während 13 Jahren Direktor der Gemeinde- und Regionalschule Brig-Glis gewesen. Und unmittelbar vor dem Wechsel an die Kantonsschule Obwalden hatte Venetz die Sonderschule Hohenrain geleitet.

Streitpunkt Kurzzeitgymnasium
Hans Venetz ist 1989 als Rektor an die Kantonsschule berufen worden. Seine Amtszeit dauerte nur vier Jahre. «Ich war damals im Sandwich zwischen dem Erziehungsdepartement und der Lehrerschaft», blickt er zurück.

Streitpunkt war das Kurzzeitgymnasium. Das Departement war damals dafür, und Venetz unterstützte diese Haltung. Die Lehrerschaft war dagegen – und die Spannungen zwischen Rektor Venetz und den Lehrpersonen waren programmiert. Zudem habe es Differenzen beim Stundenplan gegeben.

«Die unterschiedlichen Ansichten in zwei zentralen Fragen bewogen mich, bereits nach vier Jahren als Rektor zurückzutreten. Seit 1993 bin ich nur noch Lehrer an der Kantonsschule gewesen», berichtet Venetz. Diese 15 Jahre seien auch «die schönsten« gewesen.

Robert Hess

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Obwaldner Zeitung.

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