Schwyz will eigene Pädagogische Hochschule

Der Schwyzer Regierungsrat hat sich für den Aufbau einer eigenen Pädagogischen Hochschule in Goldau ausgesprochen. Die Tradition der Lehrerausbildung im Kanton soll fortgeführt werden.

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Das Gebäude der Pädagogischen Hochschule in Goldau. (Bild: Archiv Neue SZ)

Das Gebäude der Pädagogischen Hochschule in Goldau. (Bild: Archiv Neue SZ)

Der Regierungsrat des Kantons Schwyz will in Zukunft eine eigene Pädagogische Hochschule betreiben. Der Regierungsrat hat so entschieden, weil der Kanton dadurch bei der Aus- und Weiterbildung der Lehrer unabhängig ist. Zudem könne das Studienangebot auf die Schwyzer Bedürfnisse ausgerichtet werden. So sollen mehr junge Lehrer rekrutiert werden. Des Weiteren will der Regierungsrat die lange Tradition der Lehrerinnen- und Lehrerbildung im Kanton Schwyz weiterführen.

Alleingang ist teurer
Diese Vorteile wiegen nach Ansicht des Regierungsrates die Mehrkosten auf, die durch den Alleingang entstehen. Bei einem Alleingang wird mit jährlichen Kosten von knapp 14,4 Millionen Franken gerechnet. Bei einer Schliessung des Standortes Goldau müsste der Kanton jährlich rund 10 Millionen Franken für die Lehrpersonenbildung aufwenden, insbesondere in Form von Zahlungen an Hochschulen in anderen Kantonen.

Volksabstimmung steht an
Das derzeitige PHZ-Konkordat läuft im Jahr 2013 aus. Für den Kanton Schwyz stellte sich die Kernfrage, ob er künftig eine eigene Pädagogische Hochschule betreiben will oder definitiv darauf verzichten möchte. Der Kantonsrat dürfte im März 2011 über den Alleingang entscheiden. Danach kann auch noch das Stimmvolk darüber abstimmen, wie die Staatskanzlei Schwyz in einer Medienmitteilung schreibt. Die künftige PH Schwyz soll 2013 in Betrieb genommen werden und so nahtlos an das auslaufende PHZ-Konkordat anschliessen.

pd/das